Trader Kolumne - Archiv:

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Titel: Disziplin und Selbstbeherrschung Teil 3

Datum: Sonntag, den 29. Januar 2012 - 00:43

Trading-Artikel von Joe Ross

Die Märkte sind chaotisch und nicht prognostizierbar. Deshalb ist es verständlich, dass man sich manchmal unsicher und verwirrt fühlt. Was darauf folgt, nachdem ein Trade eröffnet wurde, ist reine Vermutung, und dieser Zustand der Unsicherheit kann Stress erzeugen. Der beste Weg, um Kontrolle zu gewinnen, besteht darin, dass Sie Ihre Empfindungen und Aktivitäten organisieren. Wenn Sie beispielsweise mit einem detaillierten Plan traden, dann hilft das Ihnen, in einer unstrukturierten Realität eine Struktur aufzubauen.

Sie können einige der Unsicherheitsgefühle reduzieren, indem Sie ein klares Gewinnziel genauso wie Einstiegs- und Ausstiegsstrategien definieren. Je mehr Struktur Sie entwickeln und folgen, desto weniger unsicher und unorganisiert werden Sie sich fühlen. Sie werden wissen, was zu tun ist und wann es zu tun ist. Sie werden Ihrem Tradingplan einfach folgen können, und Sie werden mehr Kontrolle haben.

Es ist auch wichtig, dass Sie Ihre Fähigkeit, Selbstkontrolle zu haben, ähnlich wie einen Muskel sehen.

So wie bei einem wirklichen Muskel ist es notwendig, Ausdauer aufzubauen. Damit man Selbstkontrolle haben kann, braucht man psychische Energie, und Menschen haben nur eine begrenzte Menge an psychischer Energie. Wenn die Grenzen erreicht sind, ist es eine Herausforderung, die Disziplin aufrecht zu halten. Die beste Lösung besteht darin, so viel psychische Energie wie möglich aufzubauen, was es Ihnen wiederum erlaubt, über Selbstkontrolle zu verfügen.

Es ist wichtig, viel Ruhe und Entspannung zu haben. Wenn Sie müde sind, dann ist die verfügbare mentale Energie, die Sie für das Trading einsetzen können, nur begrenzt. Es wird Ihnen schwerer fallen, Ihre Emotionen und Impulse zu kontrollieren. Indem Sie für ausreichend Erholung sorgen, werden Sie genügend Energie aufgeladen haben, um Pessimismus bekämpfen zu können, fokussiert zu sein und Selbstkontrolle zu behalten.

Viele Trader haben Schwierigkeiten damit, beim Trading diszipliniert zu sein. Viele Trader haben Schwierigkeiten mit der Selbstkontrolle. Es ist verlockend, auf Teufel komm raus zu traden und mit den Konsequenzen zu leben. Aber der gewinnende Trader ist der mit der meisten Selbstkontrolle. Indem Sie Schritte unternehmen, um Ihre Fähigkeiten der Selbstkontrolle aufzubauen, werden Sie Ihre Erfolgschancen beim Trading erhöhen. Disziplin zu haben, ist nicht die gleiche Sache wie Selbstkontrolle zu haben. Je mehr Sie von beidem haben, desto erfolgreicher werden die Ergebnisse Ihres Tradings sein. Sie brauchen beides, aber Sie müssen sie im Gleichgewicht halten. Sie möchten nicht zu diszipliniert sein, aber ich glaube nicht, dass Sie jemals zuviel Selbstkontrolle haben können.

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: Disziplin und Selbstbeherrschung Teil 2

Datum: Sonntag, den 22. Januar 2012 - 00:08

Trading-Artikel von Joe Ross

Manche Trader sind sehr diszipliniert und haben viel Selbstbeherrschung. Sie halten sich gewissenhaft an Regeln und kontrollieren ihre Impulse sorgfältig, sobald sie in einem Trade sind. Sie begleichen ihre Rechnungen jeden Monat, sind immer pünktlich bei einem Termin, und planen jedes Detail ihres Lebens sorgfältig. Auch wenn diese Eigenschaften ideal für das Trading wirken, bergen sie auch Nachteile. Übermäßig disziplinierte Menschen haben oft Probleme, Risiken einzugehen.

Übermäßig disziplinierte Menschen brechen oft ein, sobald sie in einem Trade sind, sobald ihr Trade ausgeführt wurde. Wenn nicht alles genau nach den minutiös geplanten Details ihres Tradingplans läuft, geraten Sie in Panik und fangen an Fehler zu machen. Ihre Disziplin fällt zusammen, und sie verlieren die Selbstkontrolle, wenn nur etwas schief läuft mit ihrem sorgfältig geplanten Trade.

Sie bevorzugen Sicherheit und suchen nach Konsistenz und Gewissheit. Aber die Ergebnisse beim Trading sind selten sichere Sachen. Oft ist es nötig, ein Wagnis einzugehen. Der kluge Trader sucht nicht unbedingt das Risiko, aber er kann damit umgehen. Im Endeffekt hat jeder Trader mit der Disziplin zu kämpfen, sei es, dass er zuviel davon hat oder zuwenig. In gewisser Weise müssen Sie immer an Ihrer Disziplin arbeiten, ungeachtet dessen, ob Disziplin für Sie eine Selbstverständlichkeit ist, oder ob Sie ein Mensch ohne Disziplin sind. Disziplin und Selbstbeherrschung sind unverzichtbar zum erfolgreichen Trading.

Ich kenne einen Trader, der sehr wenig Disziplin hat. Sein Tradingplan ist eher eine Faustregel. Ja, dieser Trader ist ein erfolgreicher Trader. Er zeichnet sich aus durch Selbstbeherrschung. Auch wenn seine Tradingpläne oberflächlich und fahrig sind, sobald der Trade eröffnet ist, ist er vollständig Herr über seine Handlungen. Obwohl man zu diszipliniert sein kann, scheint es unwahrscheinlich, dass man zuviel Selbstbeherrschung beim Trading haben kann.

Wie schätzen Sie Ihre Disziplin und Selbstbeherrschung ein? Haben Sie Probleme, sich an Ihren Tradingplan zu halten? Sehnen Sie sich nach mehr Disziplin und Selbstbeherrschung, wenn es um Ihr Trading geht? Wie sieht es mit Ihrer Disziplin im täglichen Leben aus? Wie oft sind Sie zu spät bei Terminen? Geben Sie jeden Monat mehr Geld aus als Sie sich leisten können? Ertappen Sie sich häufig dabei, Versprechen nicht zu halten? Es ist nicht zwangsläufig der Fall, dass ein disziplinierter Trader in allen Bereichen seines Lebens ebenfalls diszipliniert ist. Die Lebensstrategien, die wir im täglichen Leben verwenden, färben auf unser Leben als Trader ab. Wenn Sie sich häufig verausgaben, überessen, oder zügelloses Verlangen nach Vergnügen haben, dürfte es Ihnen schwer fallen, Selbstbeherrschung und Disziplin während des Tradings beizubehalten. Aber, verzweifeln Sie nicht. Auch der disziplinloseste Mensch kann lernen, mit Disziplin zu traden. Dazu bedarf es lediglich Zeit und Übung.

Fortsetzung folgt…..

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: Disziplin und Selbstbeherrschung

Datum: Sonntag, den 15. Januar 2012 - 00:53

Trading-Artikel von Joe Ross

Wenn Sie Ihr Geld aufs Spiel setzen, dann ist es schwer, ruhig, vernünftig und beherrscht zu bleiben. Was passiert, wenn Sie verlieren? Wie werden Sie sich erholen? Es ist normal, von Selbstzweifeln geplagt zu werden und den Trading-Plan aufzugeben, oder ausgerechnet während einer chaotischen Marktlage unvernünftig zu handeln. Aber gewinnende Trader haben ihre Impulse unter Kontrolle. Sie verfolgen ihre Trading-Strategie mühelos und fehlerlos auch unter den ungünstigsten Marktbedingungen. Der gewinnende Trader hat beides: Disziplin und Selbstbeherrschung. Auch wenn Disziplin die Hauptzutat zum Erfolg ist, und viele Trader sie haben, ist nicht jeder in der Lage, ein hohes Maß an Selbstbeherrschung aufrecht zu erhalten. Es lohnt sich, festzustellen wo Sie bezüglich dieser Eigenschaft stehen, und wenn es Ihnen an Disziplin oder Selbstbeherrschung fehlt, daran zu arbeiten, diese Eigenschaft auszubilden.

Lassen Sie uns Disziplin und Selbstbeherrschung als zum Trading gehörend definieren:

Disziplin beinhaltet alles, was Sie machen, bevor Ihr Trade ausgeführt wird. Planung, Organisation und Lenkung sind Teil der Disziplin. Sie betreten Ihren Trading-Arbeitsplatz, schauen auf die Charts, Sie prüfen Ihren Kalender auf herauskommende News, Sie überprüfen die Liquidität, Sie untersuchen die Chartmuster, Indikatoren und alles, was Sie zu untersuchen haben. Sie lesen die Reports, Sie testen, Sie erstellen einen Trading-Plan, und Sie platzieren eine Order im Markt. Das alles gehört zur Disziplin.

Selbstbeherrschung beinhaltet das, was sie machen, nachdem Ihre Order ausgeführt wurde. Erstarren Sie? Werden Sie leichtsinnig? Wird Ihnen schwindlig? Werden Sie verängstigt oder panisch? Nehmen Sie die Gewinne mit, wenn diese verfügbar sind? Verschieben Sie Ihre Stopps, wenn Sie es sollten? Machen Sie den Fehler, dem Trade mehr Raum zu geben? Geben Sie dem Trade mehr Zeit? Halten Sie sich an Ihren Trading-Plan? Wie verwallten Sie Ihren Trade, nachdem er ausgeführt wurde und sie Teil des Marktes sind?

Fortsetzung folgt…..

Ihr Joe Ross

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Titel: Praktisches Trading

Datum: Sonntag, den 8. Januar 2012 - 00:49

Eines der größten Probleme, dem ich während der vielen Jahre, in denen ich die Wahrheit über das Trading lehre, begegnet bin, ist das des Übertradings.

Die Angst, einen Trade zu verpassen – etwas zu verpassen, was sich als ein großer Gewinntrade herausstellen könnte – kann Trader in neue Höhen der Dummheit zwingen. Sie bringen einem Trader das Daytrading bei, und das nächste, was Sie hören, ist, dass er mit dem Optionenhandel angefangen hat, wenn er noch nicht einmal das Daytrading gemeistert hat. Einen Monat später möchte er auch noch ein Spread-Trader werden. Er wird als ein Hans Dampf in allen Gassen enden und nichts davon gemeistert haben.

Oben habe ich Ihnen zwei Beispiele für 1-2-Formationen gezeigt, die am gleichen Stab entstehen. Es ist eine Tatsache, dass 1-2-Formationen vorliegen, aber warum verschwenden Sie Ihre Energie damit, sich etwas so komisches wie diese Chartformationen anzuschauen? Wäre es nicht besser, gut geformte 1-2-Formationen zu finden?

Warum denken Sie, dass Sie alles traden müssen, was Ihnen über den Weg kommt? Vielleicht denken Sie, dass Sie mehr Geld verdienen werden, wenn Sie mehr verdienen. Aber in Wirklichkeit ist es genau anders herum:

Desto weniger Sie traden, umso mehr werden Sie verdienen. Warten Sie einfach auf die guten Trades. Die wirklich guten Trades gibt es nicht alle paar Minuten; sie kommen nur gelegentlich. Warten Sie darauf.

Was ist ein wirklich guter Trade? Es ist einer, wo Sie wissen, dass die Preise zweifelsfrei steigen werden, weil es eine wirkliche Knappheit von etwas gibt, dazu eine echte Nachfrage, und dann gehen Sie long.

Ein wirklich guter Trade ist einer, wo wir sehen, wie ein Liefermonat eines Rohstoffes steigt und ein anderer Liefermonat des gleichen Rohstoffes unverändert ist oder sich abwärts bewegt. Sie gehen long in dem Monat, der steigt, und shorten den Monat, der fällt – und erhalten dadurch eine doppelte Belohnung für Ihre Bemühungen.

Ein wirklich guter Trade ist einer, wo die stärkste Aktie in einem Sektor steigt und die schwächste Aktie in dem gleichen Sektor fällt. Dann shorten Sie die schwächste Aktie und kaufen die stärkste Aktie. Sie können das mit genauso mit Optionen machen. Kaufen Sie einen Call auf die starke Aktie, und kaufen Sie einen Put auf die schwache Aktie.

Ein wirklich guter Trade liegt vor, wenn eine Währung gegen eine andere Währung steigt, und Sie sind long in der steigenden und short in der schwächelnden Währung.

Anstatt Indikatoren oder Systeme zu studieren, sollten Sie Ökonomien, Märkte und Fundamentals studieren. Investieren Sie Ihr Geld in die wirklich guten Trades. Sie brauchen nicht viele davon, um einen Haufen Geld zu verdienen.

Ihr Joe Ross

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Titel: Ihr mentaler Vorteil

Datum: Sonntag, den 11. Dezember 2011 - 00:19

Trading-Artikel von Joe Ross

Jim ist ein Meister-Trader. Er verwaltet einen Multimillionen Dollar Hedge Fonds, und hat in den letzten fünf Jahren substantielle Gewinne angehäuft. Er fährt einen Mercedes, und wohnt in einem wunderschönen Haus, in einem reichen Viertel der Stadt. Viele seiner Nachbarn und Freunde bewundern Jim und fragen ihn, wie Sie in seine Fußstapfen treten können. Jim macht die Aufmerksamkeit nichts aus, aber ehrlich gesagt, ist sie ihm ziemlich egal. Insgeheim weiß er, dass es nur darauf ankommt wie er denkt und handelt. Er hat Selbstvertrauen und ein echtes Gefühl für innere Werte. Wenn Sie ein erfolgreicher Trader werden wollen, dann sind es nicht die Märkte, die Sie beherrschen müssen. Es ist ihre eigene Psyche, auf die es ankommt.

Was ist bei den meisten Menschen der Grund für das Trading? Offensichtlich sind es die Gewinne und das, was ihnen die Gewinne bringen können. Die große Ironie daran ist, dass diese zielgerichtete Ausrichtung auf die Gewinne, üblicherweise nicht zum Erfolg führt. Es ist unumgänglich, Ihre Energie zu verwenden, um in sich zu gehen. Es gibt ein paar grundlegende Schritte, die Sie bei dieser Selbstbetrachtung tun können, um Erfolg zu erzielen.

Zunächst sollten Sie Ihr Selbstwertgefühl nicht durch Ihr Eigenkapital bestimmen lassen. Es ist verlockend, Ihren Kontostand bestimmen zu lassen, was Sie von sich selbst halten sollen. Der gewinnende Trader, schert sich jedoch nicht um Gewinne. Wenn Sie den Schwerpunkt für die Quelle Ihres Selbstwertgefühls nur auf die Gewinne setzen, fangen Sie damit an, Teile Ihres Selbstwertgefühls dem Zufall zu überlassen. Wenn alles gut läuft, fühlen Sie sich gut, aber wenn es schlecht läuft, fühlen Sie sich unzureichend. Es ist klug, sich daran zu erinnern, dass Sie unabhängig von Ihrem Kontostand wertvoll sind. Sie sind kreativ, intelligent und eine wertvolle Person, egal wie viel Geld Sie auf dem Konto haben.

Außerdem sollten Sie sich auf den Vorgang des Tradens konzentrieren anstatt auf den Preis. Gewinnende Trader genießen das Traden wahrhaftig. Sie würden Traden, auch wenn Sie nur das Existenzminimum verdienen würden.

Trading ist grundsätzlich interessant. Schon das Praktizieren des Tradens kann Gewinn bringen. Wenn Sie wirklich lieben, was Sie machen, dann werden Sie es am Ende gut machen. Je mehr sie zu schätzen lernen, wie schön Trading sein kann, desto erfolgreicher werden Sie dabei sein.

Wenn Sie zu guter letzt Ihr Selbstwertgefühl wirklich fühlen können, dann gehen Sie zur Orientierung in sich, und genießen Sie das was Sie tun; schon werden Sie sich entspannt und kreativ fühlen. Sie werden im Einklang mit sich selbst sein, und Sie werden lernen, Ihrer Intuition zu vertrauen. Ihre Vorstellungen werden plastisch und klar sein. Wenn Sie diese höhere Bewusstseinsebene erreichen können, werden Sie kreativ, mühelos und profitabel traden. Sie ermöglichen damit dauerhaften Erfolg.

Ihr Joe Ross

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Titel: Das ultimative Stop Loss

Datum: Sonntag, den 4. Dezember 2011 - 00:59

Ich schrieb vor Jahren einen Artikel, den ich “Das ultimative Stop Loss” nannte. Es war eine wahre Geschichte über einen Mann, der sein ganzes Geld beim Trading verloren hatte. Er besaß $ 1,5 Millionen, die er damit verdient hatte, indem er Häuser kaufte, diese renovierte und dann entweder wieder verkaufte oder vermietete.

Als er älter wurde, wurde es für ihn immer schwieriger, seiner Arbeit nachzugehen, und er wandte sich dem Trading zu als ein Weg, um Geld zu verdienen.

Zu der Zeit, als ich ihn traf, hatte er schon einen großen Geldbetrag verloren und war verzweifelt. Er kam einen Tag zu spät zu einem Seminar und bat darum, eine Teilnahmeerlaubnis zu bekommen. Er stritt sich mit den anderen Teilnehmern und beleidigte den Veranstalter, und es hätte fast eine körperliche Auseinandersetzung mit einem der Teilnehmer gegeben. Am schlimmsten war jedoch, dass er nicht bereit war zu lernen.

Nach dem Seminar rief er mich ein paar Mal an, aber er wirkte zerstreut. Danach hörte ich nichts mehr von ihm, und dann, ungefähr ein Jahr danach erfuhr ich, dass er sein ganzes Geld verloren hatte. Als Konsequenz hielt er sich eine Pistole in den Mund und betätigte den Abzug.

Heute morgen erhielt ich die folgende Email:

“Hi Mr. Ross,

“Ich habe 10 Jahre lang mit Aktien getradet, und manchmal gewinne ich, manchmal verliere ich…

“Jetzt habe ich seit einem Jahr in den Forexmärkten gehandelt und ich habe mein ganzes Geld und meine Frau verloren. Ich weiß nicht mehr, wie ich meine monatliche Miete aufbringen kann.

“Ich weiß nicht … aber ich werde niemals mit dem Versuch aufhören, ein guter Trader zu sein. Ich lese so viele Bücher, von Ihnen und anderen Leuten, und ich verstehe nicht, warum ich verliere….So viele Male habe ich 300-400 % gemacht, wenn ich den EUR/USD auf dem 1-Minuten-Zeitrahmen gescalpt habe, und am Ende des Tages oder 3-5 Tage später habe ich alles verloren. Ich habe einfach keine Disziplin, und das ist der Grund, warum ich mich selbst kontrollieren will. Ich schreibe alles auf, aber ich folge nicht meinen Regeln. Warum? Vielleicht habe ich keinen guten Trading-Plan.

“Ich habe nur 150 Euro im Monat für meinen Lebensunterhalt. Vielleicht denken Sie, dass ich verrückt bin, aber ich esse wenig, nur um ein guter Trader zu sein.

“Bitte helfen Sie mir!”

Ich habe den Brief genau so zitiert, wie er geschrieben wurde, außer dass er in einem gebrochenen Englisch geschrieben war. Natürlich habe ich jegliche persönliche Information weggelassen.

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: In Aktion treten

Datum: Sonntag, den 27. November 2011 - 00:47

Trading-Artikel von Joe Ross

Beim Trading der Märkte kann es schwierig sein, eine schnelle und entschlossene Entscheidung zu treffen. Es gibt viele Informationsquellen, die man berücksichtigen kann, und sehr oft wissen Sie tatsächlich nicht, ob Sie eine gute Entscheidung getroffen haben, bis Sie eine Position geschlossen und die Gewinne mit nach Hause genommen haben. Aber Entscheidungen zur richtigen Zeit sind unumgänglich, und es ist wichtig, dass Sie lernen, auf Ihr Bauchgefühl zu hören, eine Entscheidung zu treffen und in Aktion zu treten.

Die Bestimmung, wo sich die Kurse als nächstes hinbewegen werden, ist nicht wirklich eine Raketenwissenschaft. Aber in zahlreichen Fällen ist es doch viel schwieriger. Raketen folgen den Gesetzen der Physik, und es gibt diese Zeiten, wenn eine große Anzahl von Faktoren gemessen, analysiert und in dem Umfang integriert werden können, so dass der Weg der Rakete mit erstaunlicher Genauigkeit vorausgesagt werden kann.

In den Märkten jedoch gibt es viele Informationsquellen: Voraussagen von Analysten, Medienhype, unerwartete wirtschaftliche Ereignisse und plötzliche Produktankündigungen, um nur ein paar zu nennen. Das Ergebnis ist, dass Sie nicht wissen, welche Information die “Wahrheit” ist, oder welche Information gestreut wurde, damit die Massen reagieren. Welche Information einen tatsächlichen Einfluss hat, muss jeder selbst abschätzen. Manchmal können die Massen nicht prognostiziert werden. Es kann sein, dass sie auf eine Information nicht so reagieren, wie es zu erwarten war.

In diesem Sinn ist die Information nicht perfekt, und es gibt nichts, was Sie dagegen tun können. Sie könnten versuchen, so viel Informationen wie möglich zu sammeln, aber Sie werden niemals wissen, wie viel davon wirklich einen Einfluss auf den Markt hat. Am Ende müssen Sie die vorhandenen Informationen nehmen, diese bewerten und diese so gut wie möglich umsetzen. Wenn Sie Entscheidungen treffen, müssen Sie akzeptieren, dass die Ergebnisse letztendlich unsicher sind. Sie müssen sich für eine Aktion entscheiden. Denken Sie nicht zuviel. Verschwenden Sie nicht mehr Zeit als wirklich notwendig ist, und lassen Sie sich nicht von Fehlern aufhalten.

Wenn Sie Zeit haben, dann ist es wichtig, dass Sie über eine potentielle Trading-Gelegenheit nachdenken und sich auf eine Aktion vorbereiten. Aber Sie haben nicht immer viel Zeit, und die Information über einen Trade abzuwägen ist selten perfekt. Es macht keinen Sinn, die verschiedenen Informationsteile immer und immer wieder zu überdenken. Es ist natürlich, zu glauben, dass Sie die optimale Entscheidung treffen könnten, wenn Sie nur lange und hart genug darüber nachdenken würden. Aber da die Trading-Information unvollkommen ist, bringt Sie das wiederholte Nachdenken über mangelhafte Informationen nicht weiter. Sie werden einfach viel Zeit und Energie verschwenden; Zeit und Energie, die Sie nicht einsetzen müssen.

Nachdem Sie eine sorgfältige Untersuchung der vorliegenden Informationen gemacht haben, müssen Sie akzeptieren, dass das alles ist, was Sie tun können und daraufhin handeln. Dazu gehört, dass Sie Unsicherheit akzeptieren. Sie können nicht genau wissen, was passieren wird, aber so lange Sie Ihr Risiko richtig gemanaged haben, ist ein Verlusttrade nicht so schlimm.

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: Aufwachen

Datum: Sonntag, den 13. November 2011 - 00:08

Viele Tradinganfänger sind frustriert, wenn sie mit dem Trading anfangen. Meist hört man Tradinganfänger jammern: “Ich weiß nicht, was falsch läuft.” Ich nutze jede Möglichkeit, um die Märkte zu studieren. Ich mache Trades unter idealen Marktbedingungen, aber insgesamt kann ich keinen Profit erwirtschaften.

Sie dürfen sich fragen, ob Sie dem Trading genug Zeit und Mühe widmen. Wie viel Zeit wird tatsächlich verwendet? Wie viele Trades wurden tatsächlich gemacht? Antworten auf diese Frage sind sehr subjektiv.

Für manche Tradinganfänger können ein paar Stunden pro Tag alles sein, was sie aufbringen können. In dieser Zeit müssen sie die Märkte beobachten, nach den Idealen Märkten zum Traden suchen, und lediglich Trades mit optimalen Bedingungen ausführen.
Ist das genug Zeit? Das kommt darauf an. Wenn Ihr Konto groß genug ist, und sie nicht sehr viel Profit machen müssen, wird es ausreichen. Aber was, wenn Sie ein kleines Konto haben, nicht viel Zeit zum Traden, und einen großen Profit erwirtschaften wollen? Ok, in diesem Fall könnte es sein, das Sie unrealistisch sind. Erfolgreiche Trader arbeiten mit einem realistischen Bezugsrahmen. Sie versuchen nicht, das Unmögliche zu erreichen.
Trading erfordert Zeit. Trading lernen erfordert viel Zeit und viel konzentrierten Fokus. Solange Sie Trading nicht nur zur Unterhaltung verwenden wollen, brauchen Sie Zeit, um dieses Geschäft zu erlernen.
Können Sie sich vorstellen, auf die gleiche Art, wie viele Trader ihr Geschäft lernen, Arzt zu werden?
Ich habe jeden Abend ein paar Stunden übrig, in denen ich medizinische Bücher lesen kann, und dann kann ich meine Fertigkeiten ausprobieren. Mein Aktionsplan ist, mit der Verwendung eines Simulators anzufangen. Ich denke, ich kann dafür das Leichenschauhaus verwenden, bis ich mich bereit fühle, die Realität anzupacken. Damit es realistischer wirkt, trage ich meinen grünen OP-Kittel und eine Gesichtsmaske. Ich möchte keine Keime von den Leichen, mit den ich arbeite, abbekommen.

Wenn ich denke, dass ich bereit bin, gehe ich zum Krankenhaus, um zu sehen, ob mich jemand an sich operieren lässt.

Ihr Joe Ross www.ross-trading.de

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Titel: Gast-Kolumne: Angst vor dem Versagen

Datum: Sonntag, den 6. November 2011 - 00:18

Haben Sie Angst, als Trader zu versagen? Haben Sie viel in Ihre Trading-Leidenschaft investiert? Haben Sie eine Wand voller Trading-Bücher? Haben Sie das meiste Ihres Geldes investiert?

Haben Sie das Gefühl, dass Versagen für Sie jetzt keine Option ist? Wie werden Sie mit Ihrer Versagensangst umgehen?

Wie wir denken und leben hat Einfluß darauf, wie wir mit dem Trading umgehen. Wenn wir extrem ängstlich sind, wären wir nicht bereit, die Risiken einzugehen. Das Endergebnis ist, dass wir ängstlich sein könnten, einen Trade zu machen. Unsere Erwartungen, ob bewusst oder unbewusst, haben einen starken Einfluß auf unsere Trading -Performance.

Als Trader stehen wir vielen normalen Ängsten gegenüber, solchen wie der Angst, falsch zu liegen, oder Geld zu verlieren.

Zu den größten Ängsten gehört die Angst, einen Trade zu verpassen. Einige von uns haben Angst davor, Geld auf dem Tisch zu lassen. Alle diese Ängste sind die andere Seite der Medaille – der Angst vor dem Versagen.

Wie gehen wir nun also mit der Angst vor dem Versagen um? Wir müssen die Grundannahmen verstehen, aus welchen sich die Angst herleitet und ihr entgegenwirken.

Anstatt dass wir uns mit unseren Ängsten auseinandersetzen, versuchen wir in der Regel den Umgang damit zu vermeiden. Es kann sogar sein, dass wir ihre Existenz verleugnen. Dabei kann es jedoch nützlich sein, wenn wir einfach unsere falschen zugrundeliegenden Annahmen identifizieren und diese verändern. Wenn wir unsere Annahmen verändern, dann verändern wir wirklich uns selbst.

Wir müssen wissen, was die Versagensangst verursacht. Einige von uns glauben, dass wir überaus kompetent, der Sache gewachsen und zielstrebig sein müssen. Aber die Wahrheit ist, dass wir so nicht sein müssen. Einen solchen Glauben aufrecht zu halten, produziert Angst und Unsicherheit. Und wenn Sie ein Trader sind, dann kann diese Angst und Unsicherheit zu Zögern und Selbstzweifel führen.

Trader, die glauben, dass sie kompetent sein müssen, verbringen ihre Zeit damit, sich Sorgen darüber zu machen, was sie falsch machten, was falsch laufen könnte, und wie sie sich erholen werden, falls sie versagen sollten. Sie sind tatsächlich durch ihre eigenen Gedanken abgelenkt und haben sich selbst auf Versagen programmiert.

Wir können es uns nicht erlauben, dass die Angst vor dem Versagen sich störend auf unseren Trading-Erfolg auswirkt. Jeder erfolgreiche Trader wird Ihnen sagen, dass Sie von Zeit zu Zeit Fehler machen werden. Wenn Sie darauf versessen sind, Fehler zu vermeiden, werden Sie so vorsichtig und ängstlich sein, dass Sie am Ende noch mehr Fehler machen werden. Sagen Sie sich selbst, dass es nicht praktisch ist, zu glauben, dass Sie absolut kompetent sein müssen. Sie müssen nicht der Erfolgreichste sein. Erkennen Sie, dass Sie als Trader nicht die absolute Perfektion erreichen können.

Wenn wir darum bemüht sind, perfekt zu sein, kann das uns tatsächlich zu dem Versagen führen, welches wir vermeiden möchten.

Ihr Joe Ross www.ross-trading.de

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Titel: Impulsives Trading

Datum: Sonntag, den 30. Oktober 2011 - 00:14

Eine übliche Klage von allen Tradern betrifft die Fähigkeit, Disziplin und Selbstkontrolle zu haben. Ob es das vorzeitige Verwerfen eines Tradingplans ist, oder das ein Trade abgesetzt wird, nur um einen Nervenkitzel zu erhalten, das sind die Zeiten, wenn die meisten Trader impulsiv agieren. Sie handeln, ohne zu denken, und oft machen sie in diesem Prozess einen Trading-Fehler. Je mehr Sie Ihre Emotionen und Trading-Entscheidungen kontrollieren können, desto profitabler werden Sie auf lange Sicht handeln.

Es gibt persönliche und situative Gründe, warum Trader impulsive Trades machen. Einige Leute sind impulsiv aufgrund ihres Temperaments – sie sind allzu zügellos und haben Schwierigkeiten, in einer Reihe von Situationen diszipliniert zu bleiben. Davon abgesehen sind auch gewissenhafte Leute unter bestimmten Umständen impulsiv, und das Trading ist voll von Situationen, in denen es schwierig ist, Selbstkontrolle zu behalten. Ein Beispiel: Trading kann oft langweilig sein. Wenn Sie einen Swing-Trade oder längerfristigen Trade machen, müssen Sie geduldig warten, bis sich der Kurs bis an Ihren Ausstiegspunkt bewegt hat. Für einige Trader ist das Warten eine Qual, und es gibt eine große Versuchung, etwas zu machen, um die Langeweile zu reduzieren. Einige Trader handeln zuviel, um die Zeit totzuschlagen oder einen schnellen Nervenkitzel zu bekommen. Was ist das Problem? Keines, wenn der Trade klein ist und Sie bereit sind, den Verlust zu realisieren und nicht darüber nachzudenken.

Aber einige Trader machen sich große Sorgen um das Geld, welches Sie verloren haben. Entweder weil der Verlust größer war, als sie erwartet hatten, oder weil ihr Ego unerwarteterweise verletzt wurde. Auch wenn sie nicht vorhatten, einen zum Zeitvertreib gemachten Trade viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, stellte sich heraus, dass der Trade eine größere Last mit sich brachte, als sie erwartet hatten. Der Trade könnte begonnen worden sein als ein Weg, gegen ein bisschen Langeweile vorzugehen, aber plötzlich wurde er zu einem Thema, das die Aufmerksamkeit von wichtigeren Trades ablenkte. Auf lange Sicht ist es besser, das Trading auf hochwahrscheinliche Setups zu begrenzen, in welchen Sie einen klar definierten Trading-Plan haben, der Sie leitet.

Andere Trader können unter der falschen Annahme arbeiten, dass sie ihre Erfolgchancen dadurch erhöhen können, indem sie nur viele Trades machen.

Diese Trader glauben fälschlicherweise, dass sie jeden Trade aus jedem Grund machen können, und je mehr Trades sie machen, umso mehr Gewinne werden sie realisieren. Auch wenn Sie Geld riskieren müssen, um Geld zu verdienen, und auf ähnliche Weise Trades ausführen müssen, um Gewinne zu machen, bedeutet das nicht, dass das bloße Absetzen von Trades den Erfolg garantiert.

Offenbar müssen Sie Trading-Methoden benutzen, die zuverlässig sind, und diese unter solchen Marktverhältnissen anwenden, wo sie sich in der Vergangenheit als effektiv erwiesen haben. Es ist wichtig daran zu denken, dass Sie die Marktverhältnisse sorgsam beobachten müssen und ein Trading-Methode anwenden, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie einen Gewinn produziert. Wenn kein hochwahrscheinliches Trading-Setup vorliegt, dann ist es von größter Bedeutung, an der Seitenlinie zu bleiben, bis sich die Dinge ändern. Sich an diese Tatsache zu erinnern, kann Ihnen helfen, Selbstkontrolle auszuüben und nichts zu machen, bis die Marktverhältnisse optimal sind.

Ein normaler Grund für Trader, einen Tradingplan zu verwerfen, ist, dass sie müde und ausgebrannt sind. Selbstkontrolle verlangt psychologische Energie: wenn Sie müde sind, dann ist es schwer, das richtige Energieniveau zu schaffen, um Selbstkontrolle zu haben. Sie werden schnell abgelenkt, und sogar der geringste Stress kann Sie aufregen. Während dieser Zeiten sind Sie anfällig für impulsive Entscheidungen. Das beste Gegenmittel ist viel Erholung. Desto ausgeruhter Sie sind, umso leichter können Sie Ihre Impulse kontrollieren.

Wenn Sie Ihre Impulse kontrollieren können, dann werden Sie effektiver traden. Traden Sie nicht, um des Tradens Willen. Wenn Sie einen klar definierten Trading-Plan entwickeln, dann wird es Ihnen leichter fallen, diesem zu folgen. Es ist auch notwendig, dass Sie das Trading als Geschäft ansehen. Machen Sie keine Trades, um einen Kick zu bekommen. Und am wichtigsten ist, wie ich oben schon sagte, dass Sie ausgeruht sind.

Traden Sie nicht, wenn Sie hungrig sind, müde, sehr emotional oder unter extremen Stress. Sie haben eine begrenzte Menge von physischer und psychischer Energie, und wenn diese erschöpft ist, dann werden Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Emotionen zu kontrollieren. Es kann Zeiten geben, da ist es hart für Sie, Ihre Impulse zu kontrollieren, aber wenn Sie sich über die potentiellen Ursachen bewusst werden und mögliche Wege finden, um Kontrolle zu gewinnen, dann werden Sie diszipliniert und profitabel bleiben.

Ihr Joe Ross www.ross-trading.de

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