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Titel: Gast-Kolumne: Warum so viel Börsenliteratur unnütz ist

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:27

von Thomas Vittner

Fachliteratur zur Börsenspekulation gibt es en Masse. Wirklich schlau wird man meist jedoch nicht daraus. Warum ist das so?

Sicher haben sie schon das eine oder andere Börsenbuch gelesen. Doch seien sie ehrlich, konnten sie aus den Inhalten einen Nutzen ziehen? In den meisten Fällen wird die Antwort wohl ein klares >nein< sein. Die meisten Publikationen sind zwar nett zu lesen, der Lernfortschritt daraus ist aber kaum vorhanden. Warum klappt es nicht? Werden Börsenbücher nicht von Fachleuten geschrieben, die wissen müssten, wie der Hase läuft?

Natürlich möchte ich keinem Autor die fachliche Kompetenz absprechen. Das Grundproblem liegt aber darin, dass ein Spekulant nur dann erfolgreich wird, wenn er eine Vorgehensweise praktiziert, die zu ihm passt. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und Neigungen und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Auf diese Individualität nehmen die meisten Autoren jedoch keine Rücksicht und glauben, was sie selbst erfolgreich gemacht hat, muss auch bei allen Anderen funktionieren.

Stellen sie sich zum Beispiel einen ausgesprochenen ungeduldigen Menschen vor, der in einem Fachbuch gelesen hat, der Trendhandel sei eine erfolgsversprechende Methode. In diesem Werk werden dann Phrasen wie >The Trend is your friend< gedroschen, ohne auf die psychologischen Fallen hinter dieser Aussage einzugehen. Der Leser hat das auf den ersten Blick leicht zu verstehende, theoretische Konzept rasch verinnerlicht und stürzt sich nun euphorisch in seine ersten Trades. Leider hat er seine Ungeduld nicht beachtet und die wird ihm die Suppe gehörig versalzen.

Der Trendhandel erfordert enorme mentale Stärke und ausgesprochen hohe Gelassenheit, denn es wird einige Zeit vergehen, bis sich ein solcher Trade entfalten kann. Hat man dazu nicht die Ausdauer, wird man sich mehr schaden als nützen, weil man nicht bereit ist, solange auf das gewünschte Resultat zu warten.

Darüber hinaus muss ein Trend korrigieren, also für einige Zeit gegen die gewünschte Richtung laufen. In dieser Phase begeht man als unerfahrener Tradern gerne Dummheiten. Man sieht seine Papiergewinne dahin schmelzen und stellt die Position aus einer Emotion heraus glatt, weil man vermeintlich retten will, was übrig geblieben ist. Wenig später muss man schmerzvoll mit ansehen, wie der Trade erneut die Primärtrendrichtung aufnimmt und neue Höchstkurse erreicht, ohne noch dabei zu sein.

Andererseits möchten Leute Daytrader werden, die ihre Entscheidungen gerne lange überdenken. Sie wundern sich dann, wenn ihnen im 5 Minuten Chart alles viel zu rasch geht und sie einen Tradingfehler nach dem anderen produzieren.

An den obigen Beispielen sollte veranschaulicht werden, warum sie sich eine individuelle Vorgehensweise auf den Leib schneidern müssen. Dieses Vorhaben kann kein Buchautor für sie erledigen, das müssen sie selbst tun. Hören sie daher auf, in der Fachliteratur nach dem >heiligen Gral< zu suchen. Sie werden >die Methode< oder >das System<, welches sie erfolgreich macht, weder in einem Tradingbuch noch sonst wo finden. Wir Menschen sind zu verschieden, meine Antwort kann nie ihre Antwort sein. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Suche komplett einstellen sollen. Sie müssen nur nach anderen Dingen und vor allem an anderen Orten suchen.

Autor Thomas Vittner www.tradingredaktion.at

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Titel: Gast-Kolumne: Mentale Gelassenheit beim Traden

Datum: Sonntag, den 12. Februar 2012 - 00:37

ich glaube, das Thema Griechenland können wir heute, ohne dass es irgendjemand wirklich vermissen wird, außen vor lassen. Irgendwann in den kommenden Tagen sollen Entscheidungen fallen – es ist mittlerweile sogar müßig über das „Wann“ zu spekulieren. Zudem werden keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht und an der Chartfront tut sich wenig – somit können wir uns mit dem Thema: „Mentale Stärke beim Traden“ beschäftigen.

Die Selbstkritik

Es ist doch seltsam: Egal was ein Trader macht, nur selten ist er zufrieden mit seinen Trades. Mal wurde der Stopp ausgelöst und der Markt drehte daraufhin, mal stieg er zu spät ein oder zu früh aus, etc. Eigentlich logisch, denn die perfekten Trades sind einfach selten. Ist die Börse also ein Tummelfeld für Masochisten?

Mentales Coaching

Wenn ich, was leider aus Zeitmangel sehr selten vorkommt, neue Trader coache, benenne ich bereits am Anfang zwei wichtige Punkte.

1. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du einen Gewinn realisierst, sofern du dich an deinen Tradingplan gehalten hast. Es ist dabei egal, was die Aktie anschließend macht.

2. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du auf dem vorher definierten Niveau mit einem Minus ausgestoppt wurdest oder dort im Minus verkauft hast – egal, was die Aktie anschließend macht.

Ja klar, werden sich einige denken, das ist doch nur logisch. Aber schauen Sie sich Ihren Trading-Alltag an. Wie oft fluchen Sie, wenn sich eine verkaufte Aktie doch stark weiter entwickelt, oder eine Aktie, nachdem Sie ausgestoppt wurde, wieder ansteigt. Überprüfen Sie einmal, wie oft Sie sich insgesamt über da aufregen, was vor, während oder nach Ihren Trades geschieht.

Normale Emotionalität

Sicherlich, man könnte meinen, Traden wäre etwas Sachliches, es ginge hier um kalte Analysen von Märkten und Begebenheiten. Doch das ist weit von der Realität entfernt. Wenn Sie sich die Trader und Spekulanten anschauen, werden Sie erstaunt über die hohe Emotionalität sein, die sich dort selbst bei gestandenen Männern und Frauen zeigt. Da werden auch schon mal abends offiziell nie geweinte Tränen vergossen. Und ich will nicht wissen, wie viel Alkohol schon über den Schmerz von schlechten Trades hinweggeholfen hat. Am deutlichsten ist es, wenn Sie Partner von Tradern befragen. Diese können meistens ein Lied davon singen, wie stark die Stimmungen der Trader von den Ereignissen an den Börsen beeinflusst sind.

Das wirklich Verrückte daran ist, dass es eben genau diese emotionalen Hochs und Tiefs sind, was für viele den eigentlichen Spaß beim Traden ausmacht. Und keine Frage: je tiefer die Tiefs, desto höher die Hochs. Aber genau dieses emotionale Hin und Her ist einer der Faktoren, der aus Börse Sucht machen kann – eine Sucht, die oft in den finanziellen Ruin führt.

Beim Traden geht es nicht um den Spaß, jedenfalls dann nicht, wenn schlussendlich auch Existenzen verspielt werden. Interessanterweise werden Menschen, die dem emotionalen Hin und Her verfallen sind, niemals auf Dauer eine akzeptable Performance erzielen. Und doch werden die meisten sich nicht von dieser Emotionalität befreien wollen oder können – aber das ist ein anderes Thema…

Hochleistungssport und Traden

Traden ist vergleichbar mit Sport. Sicherlich ist es lustig, sich am Samstag Nachmittag auf dem Bolzplatz ein paar Stunden auszutoben – aber damit verdient man kein Geld. Wenn Sie in die Bundesliga kommen wollen, dann ist der Bolz-Spaß vorbei. Dann hilft nur hartes Training unter Verzicht auf Freizeit und Spaß. Ich glaube, die wenigsten machen sich bewusst, wie hart das Training im Hochleistungssport ist.

Und auch bei der mentalen Stärke ist es beim Traden wie beim Hochleistungssport gleich: Irgendwann entscheidet die mentale Stärke über Erfolg und Misserfolg!

Starken Einfluss auf die Performance

Ich habe es bei mir selbst gesehen und auch schon bei einigen anderen Tradern live miterleben dürfen, wie sehr die mentale Einstellung Einfluss auf die Performance hat. Offensichtlich führt eine positive, sachliche Grundeinstellung und der Verzicht auf dieses oben beschriebene emotionale Hin und Her dazu, dass man die besseren Trades eingeht. (Obwohl die wirklichen Gründe dafür noch nicht ganz erschlossen sind, gibt es mittlerweile unzählige Studien, die das auch in anderen Bereichen belegen.)
Nur wie?

Doch wie soll man in mentaler Ruhe bleiben, wenn ein Stopp ausgelöst wird und der Markt direkt anschließend wieder dramatisch steigt, oder wenn man ausgestiegen ist und die Aktie frecherweise immer weiter läuft, oder wenn man einsteigt und die Aktie direkt danach massiv einbricht.

Hier gibt es eine kleine Krücke, die ein erster Schritt ist, diese Dinge gelassener zu sehen.
50 % aller Transaktion geschehen zum falschen Zeitpunkt

Als erstes müssen Sie sich einmal darüber bewusst werden, dass an den Börsen im Prinzip immer 50 % aller getätigten Transaktionen im Bereich Aktien zum falschen Zeitpunkt geschehen. Wie Sie wissen, ist jeder Kauf an den Börsen auch ein Verkauf. Immer wenn Sie eine Aktie kaufen, gibt es jemanden, der Ihnen diese verkauft hat. Und bei diesem Geschäft gibt es sozusagen immer einen, der richtig gelegen, und immer einen, der falsch gelegen hat – sei es, dass er zu früh verkauft hat oder aber zu früh eingestiegen ist (wir lassen bei dieser Betrachtung die verschiedenen Anlagehorizonte einmal außen vor, um es nicht unnötig kompliziert zu machen).

Machen Sie sich bewusst: Mindestens 50 % aller Transaktionen an den Börsen sind ganz einfach als Fehler zu interpretieren, so dass man sich ärgern kann. Aber es kommt noch schlimmer, denn natürlich kann es auch vorkommen, dass beide nach der Transaktion schlechte Laune haben. Der Verkäufer ärgert sich, weil die Aktie noch weiter steigt und er zu früh ausgestiegen ist. Anschließend ärgert sich der Käufer, weil die Aktie wieder etwas später komplett in sich zusammenbricht. Es ist die Betrachtung nach dem Trade, die aus diesen 50 % einen deutlich höheren Wert macht und deswegen sollten Sie auch nie darauf achten, was geschieht, nachdem Sie ausgestiegen sind.

Viel Platz, um sich zu ärgern

Daraus lässt sich schließen, dass dieses Spiel an den Börsen ein sehr gutes Umfeld für schlechte Emotionen ist. Somit hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder dieses Spiel zu lassen, denn wer möchte schon ständig schlechte Laune haben, oder aber mit der schlechten Laune aufzuhören.
Hinzu kommt, dass dieses viele Ärgern dazu führt, dass Ihr mentales Grundgerüst angeknackst wird, und dann wird Traden tatsächlich immer schwieriger, mühsamer und zäher. Viele negativ interpretierte Erlebnisse führen zu falschem Verhalten.

Niemals auf den einzelnen Trade achten

Aber es gibt noch einen zweiten Punkt, der hilft, mit dem Ärgern aufzuhören. Tatsächlich geht es nämlich beim Traden überhaupt nicht um den einzelnen Trade, sondern lediglich darum, was Sie am Ende des Monats verdient haben. Und dann ist die Zeit für gute oder schlechte Laune.

Das Ziel

Um wirklich langfristig erfolgreich zu sein, müssen Sie sich vor einem Trade bewusst machen, wo das Kursziel liegt und wann Sie aussteigen, wenn es nicht gut läuft. Und dann sollten Sie noch den Tradeverlauf beobachten, um in bestimmten Situationen einzugreifen, wenn sich der Trade nicht wie erwartet entwickelt.

So lange Sie sich an diesen Tradingplan halten, haben Sie, egal was auch währenddessen oder danach passiert, niemals und unter keinen Umständen bei diesem einen Trade einen Fehler gemacht. Und das ist das einzige, worauf ein Trader achten sollte. Hat er nach Plan gehandelt, war es immer ein guter Trade, selbst wenn er im Minus ausgestoppt wurde.

Das ist die Sichtweise, beziehungsweise das grundlegende Verhaltensmuster, welches auf Dauer zu einer mentalen Gelassenheit den einzelnen Trades gegenüber führt. Der einzelne Trade und das, was anschließend passiert, ist und bleibt vollkommen unbedeutend – wichtig ist, was zum Schluss auf dem Konto steht. Und wenn das nicht stimmt, müssen Sie ihre gesamte Tradingstrategie, nie jedoch den einzelnen Trader überdenken. Warum sollte man also einem einzigen Trade so viel Aufmerksamkeit schenken, dass man sich über diesen ärgert? Er ist es nicht wert….

Viele gelassene Grüße

Ihr
Jochen Steffens (www.stockstreet.de)

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Titel: Gast-Kolumne: Es liegt an Ihnen

Datum: Sonntag, den 5. Februar 2012 - 00:57

Wenn Sie wie die meisten anderen Menschen sind, dann haben Sie während der meisten Zeit Ihres Lebens auf andere geschaut, um sich selbst zu definieren. Als Kind erzählten Ihnen die Lehrer und Eltern, ob Sie es gut machten oder nicht. Wichtige andere Menschen lobten Sie, wenn Sie deren Erwartungen erfüllten, und bestraften Sie, wenn Sie die Regeln brachen, indem Sie Ihren eigenen Weg gingen. Der größere Teil der Gesellschaft trug dazu bei, die Standards zu verstärken, die Sie erreichen sollten. Die Medien bombardierten Sie mit Bildern des Erfolgs: “Kaufen Sie einen schicken, neuen Sportwagen und beeindrucken Sie Ihre Nachbarn. Tragen Sie die neueste Designerkleidung und achten Sie darauf, wie die Leute den Kopf drehen, wenn Sie vorbei laufen.”

Aus reiner Gewohnheit fragen Sie: “Wie gut bin ich?”, und diese Frage führt normalerweise zur nächsten Frage:

“Wie gut sollte ich sein?” Wenn Wörter wie “sollte” und “muß” ins Bild kommen, dann setzen Sie sich normalerweise unter eine Menge unnötigen Leistungsdruck. Und wenn auf Ihnen Druck lastet, können Sie unter der Belastung leiden. Es gibt dann eine Gefahr, wie Sie nach außen blicken. Sie fangen an, über sich selbst zu urteilen. Sie fangen an zu denken, dass Sie es gut machen oder schlecht machen, basierend darauf, wie Sie denken, dass andere Sie sehen könnten. Aber es viel besser, dass Sie nach innen schauen und auf dem Weg, wohin Sie als nächstes gehen möchten, Ihren eigenen persönlichen Standards folgen.

Sich selbst mit anderen zu vergleichen ist sinnlos, und manchmal sogar kontraproduktiv. Sie werden viel mehr davon profitieren, wenn Sie lernen, in sich selbst nach Ihren eigenen persönlichen Maßstäben zu suchen, als nach außen zu schauen im Bemühen, besser zu sein als irgendjemand anderes.

Jeder Trader bringt sein eigenes Wissen, Persönlichkeit, Trading-Methode und Werkzeuge in die Trading-Arena. Durch eine koordinierte Integration dieser verschiedenen Komponenten baut der Trader eine Reihe von individualisierten Trading-Fähigkeiten auf, die zu anhaltenden Erfolg führen. Eine solche Integration passiert nicht Übernacht, sondern durch harte Arbeit und Beständigkeit. Mit der Zeit machen Sie einen Trade nach dem anderen, gewinnen auf diesem Weg Schlüssel-Erfahrungen, bis sich am Ende alles zusammenfügt.

Sie müssen Ihre eigenen persönlichen Talente finden, Ihre Stärke akzentuieren und um Ihre Begrenzungen herum arbeiten. Jeder Trader ist auf seinem eigenen Weg. Für einige Leute ist der Weg voller Kurven und sehr lang. Für andere ist der Weg geradeaus und kurz. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem eigenen Weg folgen und die Mühe und Zeit akzeptieren, die notwendig sind, damit Sie Ihre Ziele erreichen.

Die Untersuchungen über erfolgreiche und kreative Leute haben gezeigt, dass diese Leute dazu neigen, nach ihren eigenen Standards zu arbeiten. Sogar in Situationen mit viel Konkurrenz vergleichen kreative Leute sich nicht mit anderen. Sie schauen nach innen und lassen sich von ihren eigenen inneren Standards führen. Sie wissen, dass Sie durch Beständigkeit und Entschlossenheit zum Erfolg kommen werden. Sie erzwingen es nicht. Sie wissen, dass der Erfolg auf natürlichem Weg kommen wird, wenn sie es sich erlauben, ihrer Leidenschaft zu folgen. Wenn Sie einen ähnlichen Ansatz zum Trading finden, werden Sie anhaltenden Erfolg erreichen.

Ihr Joe Ross

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Titel: Disziplin und Selbstbeherrschung Teil 3

Datum: Sonntag, den 29. Januar 2012 - 00:43

Trading-Artikel von Joe Ross

Die Märkte sind chaotisch und nicht prognostizierbar. Deshalb ist es verständlich, dass man sich manchmal unsicher und verwirrt fühlt. Was darauf folgt, nachdem ein Trade eröffnet wurde, ist reine Vermutung, und dieser Zustand der Unsicherheit kann Stress erzeugen. Der beste Weg, um Kontrolle zu gewinnen, besteht darin, dass Sie Ihre Empfindungen und Aktivitäten organisieren. Wenn Sie beispielsweise mit einem detaillierten Plan traden, dann hilft das Ihnen, in einer unstrukturierten Realität eine Struktur aufzubauen.

Sie können einige der Unsicherheitsgefühle reduzieren, indem Sie ein klares Gewinnziel genauso wie Einstiegs- und Ausstiegsstrategien definieren. Je mehr Struktur Sie entwickeln und folgen, desto weniger unsicher und unorganisiert werden Sie sich fühlen. Sie werden wissen, was zu tun ist und wann es zu tun ist. Sie werden Ihrem Tradingplan einfach folgen können, und Sie werden mehr Kontrolle haben.

Es ist auch wichtig, dass Sie Ihre Fähigkeit, Selbstkontrolle zu haben, ähnlich wie einen Muskel sehen.

So wie bei einem wirklichen Muskel ist es notwendig, Ausdauer aufzubauen. Damit man Selbstkontrolle haben kann, braucht man psychische Energie, und Menschen haben nur eine begrenzte Menge an psychischer Energie. Wenn die Grenzen erreicht sind, ist es eine Herausforderung, die Disziplin aufrecht zu halten. Die beste Lösung besteht darin, so viel psychische Energie wie möglich aufzubauen, was es Ihnen wiederum erlaubt, über Selbstkontrolle zu verfügen.

Es ist wichtig, viel Ruhe und Entspannung zu haben. Wenn Sie müde sind, dann ist die verfügbare mentale Energie, die Sie für das Trading einsetzen können, nur begrenzt. Es wird Ihnen schwerer fallen, Ihre Emotionen und Impulse zu kontrollieren. Indem Sie für ausreichend Erholung sorgen, werden Sie genügend Energie aufgeladen haben, um Pessimismus bekämpfen zu können, fokussiert zu sein und Selbstkontrolle zu behalten.

Viele Trader haben Schwierigkeiten damit, beim Trading diszipliniert zu sein. Viele Trader haben Schwierigkeiten mit der Selbstkontrolle. Es ist verlockend, auf Teufel komm raus zu traden und mit den Konsequenzen zu leben. Aber der gewinnende Trader ist der mit der meisten Selbstkontrolle. Indem Sie Schritte unternehmen, um Ihre Fähigkeiten der Selbstkontrolle aufzubauen, werden Sie Ihre Erfolgschancen beim Trading erhöhen. Disziplin zu haben, ist nicht die gleiche Sache wie Selbstkontrolle zu haben. Je mehr Sie von beidem haben, desto erfolgreicher werden die Ergebnisse Ihres Tradings sein. Sie brauchen beides, aber Sie müssen sie im Gleichgewicht halten. Sie möchten nicht zu diszipliniert sein, aber ich glaube nicht, dass Sie jemals zuviel Selbstkontrolle haben können.

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: Disziplin und Selbstbeherrschung Teil 2

Datum: Sonntag, den 22. Januar 2012 - 00:08

Trading-Artikel von Joe Ross

Manche Trader sind sehr diszipliniert und haben viel Selbstbeherrschung. Sie halten sich gewissenhaft an Regeln und kontrollieren ihre Impulse sorgfältig, sobald sie in einem Trade sind. Sie begleichen ihre Rechnungen jeden Monat, sind immer pünktlich bei einem Termin, und planen jedes Detail ihres Lebens sorgfältig. Auch wenn diese Eigenschaften ideal für das Trading wirken, bergen sie auch Nachteile. Übermäßig disziplinierte Menschen haben oft Probleme, Risiken einzugehen.

Übermäßig disziplinierte Menschen brechen oft ein, sobald sie in einem Trade sind, sobald ihr Trade ausgeführt wurde. Wenn nicht alles genau nach den minutiös geplanten Details ihres Tradingplans läuft, geraten Sie in Panik und fangen an Fehler zu machen. Ihre Disziplin fällt zusammen, und sie verlieren die Selbstkontrolle, wenn nur etwas schief läuft mit ihrem sorgfältig geplanten Trade.

Sie bevorzugen Sicherheit und suchen nach Konsistenz und Gewissheit. Aber die Ergebnisse beim Trading sind selten sichere Sachen. Oft ist es nötig, ein Wagnis einzugehen. Der kluge Trader sucht nicht unbedingt das Risiko, aber er kann damit umgehen. Im Endeffekt hat jeder Trader mit der Disziplin zu kämpfen, sei es, dass er zuviel davon hat oder zuwenig. In gewisser Weise müssen Sie immer an Ihrer Disziplin arbeiten, ungeachtet dessen, ob Disziplin für Sie eine Selbstverständlichkeit ist, oder ob Sie ein Mensch ohne Disziplin sind. Disziplin und Selbstbeherrschung sind unverzichtbar zum erfolgreichen Trading.

Ich kenne einen Trader, der sehr wenig Disziplin hat. Sein Tradingplan ist eher eine Faustregel. Ja, dieser Trader ist ein erfolgreicher Trader. Er zeichnet sich aus durch Selbstbeherrschung. Auch wenn seine Tradingpläne oberflächlich und fahrig sind, sobald der Trade eröffnet ist, ist er vollständig Herr über seine Handlungen. Obwohl man zu diszipliniert sein kann, scheint es unwahrscheinlich, dass man zuviel Selbstbeherrschung beim Trading haben kann.

Wie schätzen Sie Ihre Disziplin und Selbstbeherrschung ein? Haben Sie Probleme, sich an Ihren Tradingplan zu halten? Sehnen Sie sich nach mehr Disziplin und Selbstbeherrschung, wenn es um Ihr Trading geht? Wie sieht es mit Ihrer Disziplin im täglichen Leben aus? Wie oft sind Sie zu spät bei Terminen? Geben Sie jeden Monat mehr Geld aus als Sie sich leisten können? Ertappen Sie sich häufig dabei, Versprechen nicht zu halten? Es ist nicht zwangsläufig der Fall, dass ein disziplinierter Trader in allen Bereichen seines Lebens ebenfalls diszipliniert ist. Die Lebensstrategien, die wir im täglichen Leben verwenden, färben auf unser Leben als Trader ab. Wenn Sie sich häufig verausgaben, überessen, oder zügelloses Verlangen nach Vergnügen haben, dürfte es Ihnen schwer fallen, Selbstbeherrschung und Disziplin während des Tradings beizubehalten. Aber, verzweifeln Sie nicht. Auch der disziplinloseste Mensch kann lernen, mit Disziplin zu traden. Dazu bedarf es lediglich Zeit und Übung.

Fortsetzung folgt…..

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: Disziplin und Selbstbeherrschung

Datum: Sonntag, den 15. Januar 2012 - 00:53

Trading-Artikel von Joe Ross

Wenn Sie Ihr Geld aufs Spiel setzen, dann ist es schwer, ruhig, vernünftig und beherrscht zu bleiben. Was passiert, wenn Sie verlieren? Wie werden Sie sich erholen? Es ist normal, von Selbstzweifeln geplagt zu werden und den Trading-Plan aufzugeben, oder ausgerechnet während einer chaotischen Marktlage unvernünftig zu handeln. Aber gewinnende Trader haben ihre Impulse unter Kontrolle. Sie verfolgen ihre Trading-Strategie mühelos und fehlerlos auch unter den ungünstigsten Marktbedingungen. Der gewinnende Trader hat beides: Disziplin und Selbstbeherrschung. Auch wenn Disziplin die Hauptzutat zum Erfolg ist, und viele Trader sie haben, ist nicht jeder in der Lage, ein hohes Maß an Selbstbeherrschung aufrecht zu erhalten. Es lohnt sich, festzustellen wo Sie bezüglich dieser Eigenschaft stehen, und wenn es Ihnen an Disziplin oder Selbstbeherrschung fehlt, daran zu arbeiten, diese Eigenschaft auszubilden.

Lassen Sie uns Disziplin und Selbstbeherrschung als zum Trading gehörend definieren:

Disziplin beinhaltet alles, was Sie machen, bevor Ihr Trade ausgeführt wird. Planung, Organisation und Lenkung sind Teil der Disziplin. Sie betreten Ihren Trading-Arbeitsplatz, schauen auf die Charts, Sie prüfen Ihren Kalender auf herauskommende News, Sie überprüfen die Liquidität, Sie untersuchen die Chartmuster, Indikatoren und alles, was Sie zu untersuchen haben. Sie lesen die Reports, Sie testen, Sie erstellen einen Trading-Plan, und Sie platzieren eine Order im Markt. Das alles gehört zur Disziplin.

Selbstbeherrschung beinhaltet das, was sie machen, nachdem Ihre Order ausgeführt wurde. Erstarren Sie? Werden Sie leichtsinnig? Wird Ihnen schwindlig? Werden Sie verängstigt oder panisch? Nehmen Sie die Gewinne mit, wenn diese verfügbar sind? Verschieben Sie Ihre Stopps, wenn Sie es sollten? Machen Sie den Fehler, dem Trade mehr Raum zu geben? Geben Sie dem Trade mehr Zeit? Halten Sie sich an Ihren Trading-Plan? Wie verwallten Sie Ihren Trade, nachdem er ausgeführt wurde und sie Teil des Marktes sind?

Fortsetzung folgt…..

Ihr Joe Ross

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Titel: Praktisches Trading

Datum: Sonntag, den 8. Januar 2012 - 00:49

Eines der größten Probleme, dem ich während der vielen Jahre, in denen ich die Wahrheit über das Trading lehre, begegnet bin, ist das des Übertradings.

Die Angst, einen Trade zu verpassen – etwas zu verpassen, was sich als ein großer Gewinntrade herausstellen könnte – kann Trader in neue Höhen der Dummheit zwingen. Sie bringen einem Trader das Daytrading bei, und das nächste, was Sie hören, ist, dass er mit dem Optionenhandel angefangen hat, wenn er noch nicht einmal das Daytrading gemeistert hat. Einen Monat später möchte er auch noch ein Spread-Trader werden. Er wird als ein Hans Dampf in allen Gassen enden und nichts davon gemeistert haben.

Oben habe ich Ihnen zwei Beispiele für 1-2-Formationen gezeigt, die am gleichen Stab entstehen. Es ist eine Tatsache, dass 1-2-Formationen vorliegen, aber warum verschwenden Sie Ihre Energie damit, sich etwas so komisches wie diese Chartformationen anzuschauen? Wäre es nicht besser, gut geformte 1-2-Formationen zu finden?

Warum denken Sie, dass Sie alles traden müssen, was Ihnen über den Weg kommt? Vielleicht denken Sie, dass Sie mehr Geld verdienen werden, wenn Sie mehr verdienen. Aber in Wirklichkeit ist es genau anders herum:

Desto weniger Sie traden, umso mehr werden Sie verdienen. Warten Sie einfach auf die guten Trades. Die wirklich guten Trades gibt es nicht alle paar Minuten; sie kommen nur gelegentlich. Warten Sie darauf.

Was ist ein wirklich guter Trade? Es ist einer, wo Sie wissen, dass die Preise zweifelsfrei steigen werden, weil es eine wirkliche Knappheit von etwas gibt, dazu eine echte Nachfrage, und dann gehen Sie long.

Ein wirklich guter Trade ist einer, wo wir sehen, wie ein Liefermonat eines Rohstoffes steigt und ein anderer Liefermonat des gleichen Rohstoffes unverändert ist oder sich abwärts bewegt. Sie gehen long in dem Monat, der steigt, und shorten den Monat, der fällt – und erhalten dadurch eine doppelte Belohnung für Ihre Bemühungen.

Ein wirklich guter Trade ist einer, wo die stärkste Aktie in einem Sektor steigt und die schwächste Aktie in dem gleichen Sektor fällt. Dann shorten Sie die schwächste Aktie und kaufen die stärkste Aktie. Sie können das mit genauso mit Optionen machen. Kaufen Sie einen Call auf die starke Aktie, und kaufen Sie einen Put auf die schwache Aktie.

Ein wirklich guter Trade liegt vor, wenn eine Währung gegen eine andere Währung steigt, und Sie sind long in der steigenden und short in der schwächelnden Währung.

Anstatt Indikatoren oder Systeme zu studieren, sollten Sie Ökonomien, Märkte und Fundamentals studieren. Investieren Sie Ihr Geld in die wirklich guten Trades. Sie brauchen nicht viele davon, um einen Haufen Geld zu verdienen.

Ihr Joe Ross

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Titel: Ihr mentaler Vorteil

Datum: Sonntag, den 11. Dezember 2011 - 00:19

Trading-Artikel von Joe Ross

Jim ist ein Meister-Trader. Er verwaltet einen Multimillionen Dollar Hedge Fonds, und hat in den letzten fünf Jahren substantielle Gewinne angehäuft. Er fährt einen Mercedes, und wohnt in einem wunderschönen Haus, in einem reichen Viertel der Stadt. Viele seiner Nachbarn und Freunde bewundern Jim und fragen ihn, wie Sie in seine Fußstapfen treten können. Jim macht die Aufmerksamkeit nichts aus, aber ehrlich gesagt, ist sie ihm ziemlich egal. Insgeheim weiß er, dass es nur darauf ankommt wie er denkt und handelt. Er hat Selbstvertrauen und ein echtes Gefühl für innere Werte. Wenn Sie ein erfolgreicher Trader werden wollen, dann sind es nicht die Märkte, die Sie beherrschen müssen. Es ist ihre eigene Psyche, auf die es ankommt.

Was ist bei den meisten Menschen der Grund für das Trading? Offensichtlich sind es die Gewinne und das, was ihnen die Gewinne bringen können. Die große Ironie daran ist, dass diese zielgerichtete Ausrichtung auf die Gewinne, üblicherweise nicht zum Erfolg führt. Es ist unumgänglich, Ihre Energie zu verwenden, um in sich zu gehen. Es gibt ein paar grundlegende Schritte, die Sie bei dieser Selbstbetrachtung tun können, um Erfolg zu erzielen.

Zunächst sollten Sie Ihr Selbstwertgefühl nicht durch Ihr Eigenkapital bestimmen lassen. Es ist verlockend, Ihren Kontostand bestimmen zu lassen, was Sie von sich selbst halten sollen. Der gewinnende Trader, schert sich jedoch nicht um Gewinne. Wenn Sie den Schwerpunkt für die Quelle Ihres Selbstwertgefühls nur auf die Gewinne setzen, fangen Sie damit an, Teile Ihres Selbstwertgefühls dem Zufall zu überlassen. Wenn alles gut läuft, fühlen Sie sich gut, aber wenn es schlecht läuft, fühlen Sie sich unzureichend. Es ist klug, sich daran zu erinnern, dass Sie unabhängig von Ihrem Kontostand wertvoll sind. Sie sind kreativ, intelligent und eine wertvolle Person, egal wie viel Geld Sie auf dem Konto haben.

Außerdem sollten Sie sich auf den Vorgang des Tradens konzentrieren anstatt auf den Preis. Gewinnende Trader genießen das Traden wahrhaftig. Sie würden Traden, auch wenn Sie nur das Existenzminimum verdienen würden.

Trading ist grundsätzlich interessant. Schon das Praktizieren des Tradens kann Gewinn bringen. Wenn Sie wirklich lieben, was Sie machen, dann werden Sie es am Ende gut machen. Je mehr sie zu schätzen lernen, wie schön Trading sein kann, desto erfolgreicher werden Sie dabei sein.

Wenn Sie zu guter letzt Ihr Selbstwertgefühl wirklich fühlen können, dann gehen Sie zur Orientierung in sich, und genießen Sie das was Sie tun; schon werden Sie sich entspannt und kreativ fühlen. Sie werden im Einklang mit sich selbst sein, und Sie werden lernen, Ihrer Intuition zu vertrauen. Ihre Vorstellungen werden plastisch und klar sein. Wenn Sie diese höhere Bewusstseinsebene erreichen können, werden Sie kreativ, mühelos und profitabel traden. Sie ermöglichen damit dauerhaften Erfolg.

Ihr Joe Ross

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Titel: Das ultimative Stop Loss

Datum: Sonntag, den 4. Dezember 2011 - 00:59

Ich schrieb vor Jahren einen Artikel, den ich “Das ultimative Stop Loss” nannte. Es war eine wahre Geschichte über einen Mann, der sein ganzes Geld beim Trading verloren hatte. Er besaß $ 1,5 Millionen, die er damit verdient hatte, indem er Häuser kaufte, diese renovierte und dann entweder wieder verkaufte oder vermietete.

Als er älter wurde, wurde es für ihn immer schwieriger, seiner Arbeit nachzugehen, und er wandte sich dem Trading zu als ein Weg, um Geld zu verdienen.

Zu der Zeit, als ich ihn traf, hatte er schon einen großen Geldbetrag verloren und war verzweifelt. Er kam einen Tag zu spät zu einem Seminar und bat darum, eine Teilnahmeerlaubnis zu bekommen. Er stritt sich mit den anderen Teilnehmern und beleidigte den Veranstalter, und es hätte fast eine körperliche Auseinandersetzung mit einem der Teilnehmer gegeben. Am schlimmsten war jedoch, dass er nicht bereit war zu lernen.

Nach dem Seminar rief er mich ein paar Mal an, aber er wirkte zerstreut. Danach hörte ich nichts mehr von ihm, und dann, ungefähr ein Jahr danach erfuhr ich, dass er sein ganzes Geld verloren hatte. Als Konsequenz hielt er sich eine Pistole in den Mund und betätigte den Abzug.

Heute morgen erhielt ich die folgende Email:

“Hi Mr. Ross,

“Ich habe 10 Jahre lang mit Aktien getradet, und manchmal gewinne ich, manchmal verliere ich…

“Jetzt habe ich seit einem Jahr in den Forexmärkten gehandelt und ich habe mein ganzes Geld und meine Frau verloren. Ich weiß nicht mehr, wie ich meine monatliche Miete aufbringen kann.

“Ich weiß nicht … aber ich werde niemals mit dem Versuch aufhören, ein guter Trader zu sein. Ich lese so viele Bücher, von Ihnen und anderen Leuten, und ich verstehe nicht, warum ich verliere….So viele Male habe ich 300-400 % gemacht, wenn ich den EUR/USD auf dem 1-Minuten-Zeitrahmen gescalpt habe, und am Ende des Tages oder 3-5 Tage später habe ich alles verloren. Ich habe einfach keine Disziplin, und das ist der Grund, warum ich mich selbst kontrollieren will. Ich schreibe alles auf, aber ich folge nicht meinen Regeln. Warum? Vielleicht habe ich keinen guten Trading-Plan.

“Ich habe nur 150 Euro im Monat für meinen Lebensunterhalt. Vielleicht denken Sie, dass ich verrückt bin, aber ich esse wenig, nur um ein guter Trader zu sein.

“Bitte helfen Sie mir!”

Ich habe den Brief genau so zitiert, wie er geschrieben wurde, außer dass er in einem gebrochenen Englisch geschrieben war. Natürlich habe ich jegliche persönliche Information weggelassen.

Ihr Joe Ross

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Titel: Gast-Kolumne: In Aktion treten

Datum: Sonntag, den 27. November 2011 - 00:47

Trading-Artikel von Joe Ross

Beim Trading der Märkte kann es schwierig sein, eine schnelle und entschlossene Entscheidung zu treffen. Es gibt viele Informationsquellen, die man berücksichtigen kann, und sehr oft wissen Sie tatsächlich nicht, ob Sie eine gute Entscheidung getroffen haben, bis Sie eine Position geschlossen und die Gewinne mit nach Hause genommen haben. Aber Entscheidungen zur richtigen Zeit sind unumgänglich, und es ist wichtig, dass Sie lernen, auf Ihr Bauchgefühl zu hören, eine Entscheidung zu treffen und in Aktion zu treten.

Die Bestimmung, wo sich die Kurse als nächstes hinbewegen werden, ist nicht wirklich eine Raketenwissenschaft. Aber in zahlreichen Fällen ist es doch viel schwieriger. Raketen folgen den Gesetzen der Physik, und es gibt diese Zeiten, wenn eine große Anzahl von Faktoren gemessen, analysiert und in dem Umfang integriert werden können, so dass der Weg der Rakete mit erstaunlicher Genauigkeit vorausgesagt werden kann.

In den Märkten jedoch gibt es viele Informationsquellen: Voraussagen von Analysten, Medienhype, unerwartete wirtschaftliche Ereignisse und plötzliche Produktankündigungen, um nur ein paar zu nennen. Das Ergebnis ist, dass Sie nicht wissen, welche Information die “Wahrheit” ist, oder welche Information gestreut wurde, damit die Massen reagieren. Welche Information einen tatsächlichen Einfluss hat, muss jeder selbst abschätzen. Manchmal können die Massen nicht prognostiziert werden. Es kann sein, dass sie auf eine Information nicht so reagieren, wie es zu erwarten war.

In diesem Sinn ist die Information nicht perfekt, und es gibt nichts, was Sie dagegen tun können. Sie könnten versuchen, so viel Informationen wie möglich zu sammeln, aber Sie werden niemals wissen, wie viel davon wirklich einen Einfluss auf den Markt hat. Am Ende müssen Sie die vorhandenen Informationen nehmen, diese bewerten und diese so gut wie möglich umsetzen. Wenn Sie Entscheidungen treffen, müssen Sie akzeptieren, dass die Ergebnisse letztendlich unsicher sind. Sie müssen sich für eine Aktion entscheiden. Denken Sie nicht zuviel. Verschwenden Sie nicht mehr Zeit als wirklich notwendig ist, und lassen Sie sich nicht von Fehlern aufhalten.

Wenn Sie Zeit haben, dann ist es wichtig, dass Sie über eine potentielle Trading-Gelegenheit nachdenken und sich auf eine Aktion vorbereiten. Aber Sie haben nicht immer viel Zeit, und die Information über einen Trade abzuwägen ist selten perfekt. Es macht keinen Sinn, die verschiedenen Informationsteile immer und immer wieder zu überdenken. Es ist natürlich, zu glauben, dass Sie die optimale Entscheidung treffen könnten, wenn Sie nur lange und hart genug darüber nachdenken würden. Aber da die Trading-Information unvollkommen ist, bringt Sie das wiederholte Nachdenken über mangelhafte Informationen nicht weiter. Sie werden einfach viel Zeit und Energie verschwenden; Zeit und Energie, die Sie nicht einsetzen müssen.

Nachdem Sie eine sorgfältige Untersuchung der vorliegenden Informationen gemacht haben, müssen Sie akzeptieren, dass das alles ist, was Sie tun können und daraufhin handeln. Dazu gehört, dass Sie Unsicherheit akzeptieren. Sie können nicht genau wissen, was passieren wird, aber so lange Sie Ihr Risiko richtig gemanaged haben, ist ein Verlusttrade nicht so schlimm.

Ihr Joe Ross

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