Interviews - Archiv:
Titel: Interview mit Berndt Ebner, Forex- und DAX-Trader
Datum: Sonntag, den 14. April 2013 - 06:55
RuMaS-Redaktion: Wie lange handeln Sie schon an der Börse?
Berndt Ebner: Ich handele schon fast 30 Jahren an der Börse. Angefangen hat alles in der Schule mit BWL. Damals haben wir mit Aktien zutun gehabt, und ich wurde vom Trading-Virus erfasst, habe bei Börsenspielen mitgemacht oder Papertrading betrieben.
RuMaS-Redaktion: Traden Sie hauptberuflich oder gehen Sie noch einer anderen Beschäftigung nach?
Berndt Ebner: Mein Spektrum ist sehr vielfältig. Wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, dann könnte ich in einem Atemzug Trader, Trading-Software-Entwickler, Coach, Internet-Unternehmer, etc. aufzählen. Aber die richtige Mischung macht es aus, denn nur zu traden, wäre mir ehrlich gesagt zu langweilig. Ich brauche auch Feedback von anderen Menschen, Tradern und Kunden, denn ansonsten bleibt Trading ein sehr einsamer Job, den nur wenige durchstehen.
RuMaS-Redaktion: Wann handeln Sie überwiegend? Gibt es feste Uhrzeiten?
Berndt Ebner: Am liebsten Vormittags, so zwischen 8:30 und 11.30 mitteleuropäischer Zeit. Wenn es am Nachmittag noch wichtige News, wie z.B. Zinsentscheidungen, Nonfarm Payrolls, etc. gibt, dann bin ich auch hier tradingmäßig aktiv.
RuMaS-Redaktion: Wie bereiten Sie sich auf den Handelstag vor?
Berndt Ebner: Meist genügt ein kurzer Blick in der Früh auf den Chart, um zu sehen, wie der bisherige Kursverlauf der Morgenstunden und des gestrigen Tages oder der letzten Tage aussieht. Weiter studiere ich schon am Vortag den Wirtschaftskalender. Die Vorbereitung dauert vielleicht 5 Minuten, bringt aber während des Tages dann sehr viel.
RuMaS-Redaktion: Handeln Sie auch im Urlaub oder schalten Sie wirklich ab?
Berndt Ebner: Ich mache auch im Urlaub ein wenig was und bleibe so am Puls der Märkte.
RuMaS-Redaktion: Wie würden Sie sich als Trader beschreiben? Welcher Typ Trader sind Sie?
Berndt Ebner: Diszipliniert, diszipliniert und noch mal diszipliniert. Darüber hinaus kenne ich die Stärken und Schwächen meines Day- und Swing-Tradings und weiß worauf ich achten muss, bzw. wann es Zeit ist, das Trading für den Tag, Woche, Monat zu beenden.
RuMaS-Redaktion: Was macht einen guten Trader aus und welche Voraussetzungen braucht man?
Berndt Ebner: Erstens sollte man wissen, dass man beim Trading nie auslernt, da sich die Märkte ständig ändern. Darüber hinaus gehört dann auch der Wille dazu, sich mit seinem Trading auseinander zu setzen und zu schauen, wie man wo was verbessern kann.
RuMaS-Redaktion: Welche Empfehlungen würden Sie Nachwuchstradern geben?
Berndt Ebner: Mein Tipp wäre, sich für das Erlernen des Tradings Zeit zu lassen und gerne professionelle Hilfe in Form von Seminaren oder Coachings in Anspruch zu nehmen. Das spart ungemein viel Lehrgeld.
RuMaS-Redaktion: Auf welchen Märkten sind Sie überwiegend aktiv?
Berndt Ebner: Forex, DAX, Rohstoffe.
RuMaS-Redaktion: Richten Sie sich nach Indikatoren und falls ja, welche nutzen Sie?
Berndt Ebner: Ich arbeite meist mit der technischen Analyse und verwende hier gerne Widerstände, Unterstützungen und sonstige markante Kursniveaus. Näheres dazu erfahren Trader in unseren Coachings und Seminaren.
RuMaS-Redaktion: Mit welchen Finanzprodukten hatten Sie die größten Verluste?
Berndt Ebner: Aktien.
RuMaS-Redaktion: Was tun Sie nach einer Verlustserie?
Berndt Ebner: Eine Tradingpause mit Ausspannen in der Natur, Sport, etc.
RuMaS-Redaktion: Sind Sie auch langfristig investiert?
Berndt Ebner: Ja, das kommt schon mal vor, wenn sich der Kurs schön entwickelt und auf höherfristiger Ebene, z.b. 30-Min, 1h-Chart, 4h-Chart oder Tageschart getradet wird, dann kann man auch schon mal mehrere Tage oder Wochen investiert sein.
RuMaS-Redaktion: Mit welcher Hardware arbeiten Sie?
Berndt Ebner: Im Prinzip genügt ein Laptop, der nur für das Trading bestimmt ist. Darüber hinaus habe ich noch 2 Bildschirme, das genügt.
RuMaS-Redaktion: Welche Trading Software setzen Sie ein?
Berndt Ebner: Metatrader, Jforex.
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Titel: Interview mit Berndt Ebner, Forex- und DAX-Trader
Datum: Sonntag, den 27. Januar 2013 - 08:33
Trader ist nicht gleich Trader!
Welche Trading-Art ist am erfolgreichsten und welches Trading passt zu mir?
Die Mehrzahl der Trader haben sich auf eine spezielle Art des Tradings festgelegt. Ist es ist eine Frage der Mentalität, der Kenntnisse oder gibt es andere Gründe für die Auswahl der Trading-Art? Die RuMaS-Redaktion versucht eine Antwort darauf von professionellen Tradern zu bekommen.
RuMaS-Redaktion
Nennen Sie uns bitte den wesentlichen Grund, warum es gerade diese spezielle Art des Tradings ist, die Sie betreiben.
Berndt Ebner
Guten Tag Herr Schug, vielen Dank für Ihre Einladung zum Trading-Interview.
Ich bin zum Forex- und Devisen-Trading über die Aktienmärkte gekommen. Zu Beginn meiner Trading-Karriere habe ich Penny Stocks getradet und bin dabei, wie viele Trader, voll auf die Nase gefallen. Der Grund war, dass ich nur auf einen „Börsen-Guru“ gehört habe und ein Lemming war. Das Setzen von Stopps war mir fremd. Ein gravierender Fehler, wie ich im Nachhinein feststellen musste.
Anschließend bin ich eher durch Zufall auf die Forex-Märkte gestoßen und dort geblieben, da diese für den Trader, zumindest nach meiner Anschauung, viel transparenter und von ein paar wenigen auch nicht beeinflussbar sind.
Mit der Zeit habe ich meine Strategien immer weiter an die Märkte angepasst und weiterentwickelt und wende diese heute auch für Rohstoffe und den DAX an.
RuMaS-Redaktion
Spielt die Frage des Startkapitals eine Rolle für das Trading-Gebiet oder hat es etwas mit besonderen Kenntnissen oder mit der Mentalität zu tun?
Berndt Ebner
Ich denke die Frage nach dem Kapital ist nur teilweise für die Wahl des Marktes entscheidend. Wichtiger ist vielmehr, dass der Markt zu Ihnen passt. Sie können ja diesen, wie wir alle wissen, nicht beeinflussen. Also liegt es an Ihnen, sich dem Markt anzupassen oder sich einen anderen Markt zu suchen.
Ich trade beispielsweise gerne am Vormittag, von daher ist zum Beispiel das Devisentrading im EURUSD und GBPUSD oder der DAX ideal für mich.
Wenn Sie natürlich eher ein Langschläfer sind bzw. nicht unbedingt ein Morgenmensch, berufstätig, oder erst nachts aktiv, dann sind möglicherweise die US-Märkte für Sie interessanter und Sie können US-Aktien traden.
Ihre weiter angesprochenen Trading-Kenntnisse brauchen Sie meiner Meinung nach überall, denn kein Markt schenkt Ihnen letztendlich etwas. Wie Sie wissen ist Trading ein sogenanntes Nullsummenspiel. Das bedeutet, alles was Sie gewinnen, verliert ein anderer Marktteilnehmer, sprich Trader. Nur die besten Trader überleben letztlich.
RuMaS-Redaktion
Jeder Trader, der sich für eine bestimmte Variante des Trading entschieden hat, wird sagen, dass es für ihn die erfolgreichste Trading-Art ist. Das ist wahrscheinlich bei Ihnen auch so und können Sie unseren Lesern verraten warum, bzw. ob die Trading-Art etwas mit dem Typ des Traders zu tun hat?
Berndt Ebner
Ich sage nur: „Never change a winning team“, das sagt eigentlich schon alles. Ich habe natürlich auch am Anfang lange damit gebraucht, um zu verstehen, dass es den „heiligen Gral“ auch für das Trading nicht gibt. Und es ist auch gut so. Denn stellen Sie sich vor, es gäbe ihn. Das wäre doch stink-langweilig, weil alle nur gewinnen würden. Aber das funktioniert nicht. Wenn alle gewinnen, wer verliert dann? Dann gibt es keine Bewegung. Also, ist es quasi auch ein Naturgesetz, dass keine Strategie zu 100 % funktionieren kann.
Und damit bleiben die Märkte auch immer spannend für mich. Nachdem ich in mühevoller und jahrelanger Kleinarbeit endlich mein eigenes System entwickelt habe, das mir viel Lehrgeld gekostet habe, Coach hatte ich leider keinen, bin ich meinem System treu geblieben.
Wie gesagt, wieso ständig nach etwas Neuem suchen? Leider ticken allerdings die meisten Trading-Anfänger anders und probieren alles nur mögliche aus. Sie gehen viele Umwege, und verlieren den Blick für das Wesentliche. Ich denke, damit ist schon alles gesagt.
RuMaS-Redaktion
Was würden Sie einem Trading-Neuling empfehlen, wie er die für ihn beste Trading-Art herausfindet und welchen Rat würden Sie in diesem Zusammenhang geben?
Berndt Ebner
Damit kann ich eigentlich nur zurück zur obigen Frage kommen. Es gibt zwei Wege:
Entweder, man sucht und findet seinen eigenen Weg. Probiert alles aus. Und sieht letztendlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Zahlt sein Lehrgeld. Wer keines zahlt, der lügt. Ich habe des Öfteren ein Konto nach dem anderen vernichtet, was auch sehr wehgetan hat. Aber so ist das. Das was am meisten schmerzt, merkt man sich am besten und bleibt so in Erinnerung. Wichtig ist nur, dass man aus seinen Fehlern lernt. Immer wieder die gleichen Fehler zu machen kostet natürlich Kapital, sprich das Tradingkonto wird immer kleiner mit der Zeit.
Und der zweite Weg, den man als Trader einschlagen kann, ist, sich einen Trader zu suchen, der bereits erfolgreich tradet und sich dessen System anzueignen.
Wichtig ist nur, sich an dieses System zu halten, das ja mehr oder weniger profitabel ist. Quasi nach dem Prinzip der sogenannten „Turtle Trader“. Dort gab es ja auch ein erfolgreiches System. Aber nur einem Trader ist es letztlich gelungen, damit sehr erfolgreich zu werden. Und warum? Weil sich dieser eine Trader, Curtis Faith, auch an das vorgegebene und profitable System gehalten hat.
Als abschließenden Rat kann ich allen angehenden Tradern den folgenden geben: suchen Sie sich ein System, das zu Ihnen passt, das mehr oder weniger profitabel ist und halten Sie sich immer daran, dann kann eigentlich nur mehr wenig schief gehen.
Gerne stehe ich Ihnen bei weiteren Fragen zu Ihrer Verfügung unter
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Titel: Anlagenotstand – was tun bei niedrigen Zinsen?
Datum: Sonntag, den 20. Januar 2013 - 09:44
Der Börsenstart ins Jahr 2013 ist gelungen! In den ersten Tagen konnte der Aktienmarkt mit einem deutlichen Plus starten. Was sind die Erwartungen der Profis? Auf welche Chancen und Risiken sollten die Anleger achten? – Max Fiedler im Gespräch mit Wolfgang Juds von der CREDO Vermögensmanagement GmbH.
Stock World Weekly: Herr Juds, werfen wir zunächst einen Blick zurück auf das Jahr 2012 – hat Sie die positive Entwicklung überrascht? Der DAX konnte ja immerhin um knapp 30% zulegen!
Wolfgang Juds: Von der Bewertungsseite der Aktien her war ich nicht überrascht. Ich habe ganz häufig darauf hingewiesen, dass Aktien sehr gemessen an den Unternehmensgewinnen sehr preiswert sind. Aber wir dürfen nicht vergessen, in welchem Umfeld wir uns 2012 befanden. Die Euro-Schuldenkrise, die drohende Pleite von Griechenland und die Fiskal-Klippe in den USA – die negativen Nachrichten rissen ja gar nicht ab. Die Angst vor negativen Ereignissen hat uns das ganze Jahr über begleitet.
Stock World Weekly: Und hat sich das jetzt geändert?
Wolfgang Juds: Die Stimmung hat sich inzwischen gebessert, obwohl sich an den Problemen selbst wenig geändert hat. Die Schulden sind immer noch da – in Europa und in den USA. Aber man hat Zeit gewonnen, um die notwendigen Reformen, insbesondere in Südeuropa, auf dem Weg zu bringen. Außerdem hat die EZB durch die Ankündigung von EZB-Chef Draghi im Juli ein klares Signal gesetzt, dass es sich nicht lohnt, auf einen Zerfall der Euro-Zone zu spekulieren. Das brachte die Wende! Der Druck ließ nach und die Zinsaufschläge für Spanien und Italien gingen deutlich zurück. Inzwischen zeigen auch die Wirtschaftsdaten, dass es erste Erfolge gibt.
Stock World Weekly: Was erwarten Sie vor diesem Hintergrund für 2013?
Wolfgang Juds: Ich erwarte, dass in Europa der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird. Es geht vor allem darum, dass in den Krisenstaaten die notwendigen Reformen durchgesetzt werden. Gerade Italien und Spanien nehmen hier eine Schlüsselrolle ein. Außerdem sollten die Sparmaßnahmen mit Konjunktur- und Wachstumsmaßnahmen flankiert werden. Vor diesem Hintergrund erwarte ich eine Normalisierung an den Kapitalmärkten, was den Aktienmärkten noch weiter Luft nach oben lässt. Die Zinsen werden weiter auf niedrigem Niveau bleiben, aber vielleicht doch moderat steigen.
Stock World Weekly: Und wie soll der Anleger sich Ihrer Meinung nach verhalten?
Wolfgang Juds: Der Privatanleger braucht vor allem eine klare Strategie! Da die meisten Anleger im vergangenen Jahr den Aufschwung verpasst haben, herrscht bei Ihnen Anlagenotstand. Aus den Gesprächen mit Privatanlegern weiß ich, dass viele Anleger sich mit dem Gedanken tragen, in Immobilien zu investieren oder Gold aus Angst vor Inflation kaufen. Ein neuer Trend ist die Anlage in spekulative Hochzinsanleihen, für die es im Schnitt zwar deutlich mehr Zinsen gibt als für klassische Rentenanlagen, aber längst nicht mehr so viel wie noch vor einem Jahr. Der Markt ist bereits sehr gut gelaufen. Hier ist Vorsicht geboten. Also: Der Anleger soll eine Mischung aufbauen aus verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilienfonds und Gold – je nach seinen Anlagezielen und seiner Risikobereitschaft.
Stock World Weekly: Das hört sich ganz einfach an!
Wolfgang Juds: ..und ist doch so schwer durchzuhalten – weil wir alle immer wieder durch das aktuelle Tagesgeschehen beeinflusst werden. Nehmen Sie nur die Diskussion um die Fiskal-Klippe in den USA – was wurde da nicht alles geschrieben. Und am Ende hat man sich in letzter Minute geeinigt. Aus meiner Sicht müssen die Anleger den Blick für die Südeuropa, auf dem Weg zu bringen. Außerdem hat die EZB durch die Ankündigung von EZB-Chef Draghi im Juli ein klares Signal gesetzt, dass es sich nicht lohnt, auf einen Zerfall der Euro-Zone zu spekulieren. Das brachte die Wende! Der Druck ließ nach und die Zinsaufschläge für Spanien und Italien gingen deutlich zurück. Inzwischen zeigen auch die Wirtschaftsdaten, dass es erste Erfolge gibt.
Stock World Weekly: Was erwarten Sie vor diesem Hintergrund für 2013?
Wolfgang Juds: Ich erwarte, dass in Europa der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird. Es geht vor allem darum, dass in den Krisenstaaten die notwendigen Reformen durchgesetzt werden. Gerade Italien und Spanien nehmen hier eine Schlüsselrolle ein. Außerdem sollten die Sparmaßnahmen mit Konjunktur- und Wachstumsmaßnahmen flankiert werden. Vor diesem Hintergrund erwarte ich eine Normalisierung an den Kapitalmärkten, was den Aktienmärkten noch weiter Luft nach oben lässt. Die Zinsen werden weiter auf niedrigem Niveau bleiben, aber vielleicht doch moderat steigen.
Stock World Weekly: Und wie soll der Anleger sich Ihrer Meinung nach verhalten?
Wolfgang Juds: Der Privatanleger braucht vor allem eine klare Strategie! Da die meisten Anleger im vergangenen Jahr den Aufschwung verpasst haben, herrscht bei Ihnen Anlagenotstand. Aus den Gesprächen mit Privatanlegern weiß ich, dass viele Anleger sich mit dem Gedanken tragen, in Immobilien zu investieren oder Gold aus Angst vor Inflation kaufen. Ein neuer Trend ist die Anlage in spekulative Hochzinsanleihen, für die es im Schnitt zwar deutlich mehr Zinsen gibt als für klassische Rentenanlagen, aber längst nicht mehr so viel wie noch vor einem Jahr. Der Markt ist bereits sehr gut gelaufen. Hier ist Vorsicht geboten. Also: Der Anleger soll eine Mischung aufbauen aus verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilienfonds und Gold – je nach seinen Anlagezielen und seiner Risikobereitschaft.
Stock World Weekly: Das hört sich ganz einfach an!
Wolfgang Juds: ..und ist doch so schwer durchzuhalten – weil wir alle immer wieder durch das aktuelle Tagesgeschehen beeinflusst werden. Nehmen Sie nur die Diskussion um die Fiskal-Klippe in den USA – was wurde da nicht alles geschrieben. Und am Ende hat man sich in letzter Minute geeinigt. Aus meiner Sicht müssen die Anleger den Blick für die langfristigen Entwicklungen haben und daraus ihre Schlüsse ziehen. Und am Ende müssen sie ihre Strategie vor allem durchhalten. Dafür ist es hilfreich, einen Sparringspartner zu haben, der hilft, seinen eigenen Grundsätzen treu zu bleiben.
Stock World Weekly: Und wie sieht so eine Strategie konkret aus?
Wolfgang Juds: Der Privatanleger sollte nach meiner Meinung nicht nach den jeweils aktuellen Modethemen gehen, sondern sich um die Grundstruktur seines Vermögens kümmern und die im Gleichgewicht halten. Einem Großteil der Deutschen geht Sicherheit über alles. Nur wenige Anleger sind überhaupt bereit, in Aktien anzulegen, obwohl das Zinsumfeld nicht gerade attraktiv ist. Und der Ruf nach Gewinnmitnahmen bei den Aktien wird jetzt auch lauter, wo der DAX wieder bei 7700 Punkten steht. Aber solange die Dividendenrendite vieler hochwertiger Aktien höher ist als die Rendite von Unternehmensanleihen, würde ich die Aktie vorziehen. Da die Bewertung von Aktien insgesamt noch moderat ist, bleibe ich bei meiner ausgewogenen Strategie: Renten als Schutz vor Deflation, Immobilien und Gold als Schutz vor Inflation und Aktien als Werttreiber für eine attraktive Rendite und attraktive Ausschüttungen. Damit wird der Privatanleger auch 2013 wieder gut aufgestellt sein.
Stock World Weekly: Das ist ja ein klares Votum für die Aktie!
Wolfgang Juds: Richtig, es lässt sich nicht oft genug sagen, da viele Anleger nach wie vor verunsichert sind und dann lieber auf Aktien verzichten. Aber es ist auch ein Risiko, keine Aktien zu besitzen. Es geht darum, Chancen zu nutzen und Risiken zu vermeiden. Warren Buffett fasst es treffend zusammen: „Betrachten Sie die Schwankungen des Aktienmarktes als Ihren Freund und nicht als Ihren Feind. Profitieren Sie von der Torheit Anderer, statt an Ihr teilzunehmen.“
Stock World Weekly: Das ist ein schönes Schlusswort. Herr Juds, ich bedanke mich für das Gespräch.
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Titel: Interview mit Thomas Vittner, Swing-Trader
Datum: Sonntag, den 13. Januar 2013 - 10:00
Trader ist nicht gleich Trader!
Welche Trading-Art ist am erfolgreichsten und welches Trading passt zu mir?
Die Mehrzahl der Trader haben sich auf eine spezielle Art des Tradings festgelegt. Ist es ist eine Frage der Mentalität, der Kenntnisse oder gibt es andere Gründe für die Auswahl der Trading-Art? Die RuMaS-Redaktion versucht eine Antwort darauf von professionellen Tradern zu bekommen.
RuMaS-Redaktion
Nennen Sie uns bitte den wesentlichen Grund, warum es gerade diese spezielle Art des Tradings ist, die Sie betreiben.
Thomas Vittner
Wenn Sie einen bestimmten Markt traden wollen (bei mir sind es die US Aktienmärkte), müssen Sie sich zuerst mit dem Markt beschäftigen und versuchen herauszufinden, wie er grundsätzlich funktioniert. Beim Swingtrading handelt es sich um eine von zwei übergeordneten Trading Strategien. Und erwiesener Maßen funktioniert Swingtrading in US Aktienmärkten einfach besser, wie man mit einem simplen Backtest herausfinden kann.
RuMaS-Redaktion
Spielt die Frage des Startkapitals eine Rolle für das Trading-Gebiet oder hat es etwas mit besonderen Kenntnissen oder mit der Mentalität zu tun?
Thomas Vittner
Mit allem zusammen. Erfolgreiches Trading verlangt zunächst nach einer gewissen Kapitalausstattung. Man braucht Hard- und Software und eine fundierte Ausbildung, die sich ebenso auf der Kostenseite zu buche schlägt und mehr. Und erst dann kann ich darüber nachdenken, wie viel Geld mir zum Trading übrig bleibt. Weiterhin benötigt der Trader ausreichend Fachwissen sowie mentale Stärkte. Erfolgreiches Trading besteht also aus mehreren Faktoren, die alle ineinander greifen.
RuMaS-Redaktion
Jeder Trader, der sich für eine bestimmte Variante des Trading entschieden hat, wird sagen, dass es für ihn die erfolgreichste Trading-Art ist. Das ist wahrscheinlich bei Ihnen auch so und können Sie unseren Lesern verraten warum, bzw. ob die Trading-Art etwas mit dem Typ des Traders zu tun hat?
Thomas Vittner
Natürlich muss der Handelsansatz zum Trader und zu seinen Charaktereigenschaften passen. Aber noch wichtiger ist, dass der Trader etwas handelt, was funktioniert. Denn wenn ich ständig das Falsche mache, werde ich damit scheitern, auch wenn das Falsche perfekt zu meiner Persönlichkeitsstruktur passt. Um dazu einen Vergleich zu verwenden: im langsamsten Rennwagen wurde noch niemand Weltmeister, egal wie gut der Fahrer ist oder der Wagen auf ihn zugeschnitten ist.
RuMaS-Redaktion
Was würden Sie einem Trading-Neuling empfehlen, wie er die für ihn beste Trading-Art herausfindet und welchen Rat würden Sie in diesem Zusammenhang geben?
Thomas Vittner
Er sollte sich zunächst mit der Frage beschäftigen, welche Märkte oder Produkte man (vernünftig) handeln kann und was es sonst noch alles für den Aufbau eines Trading Business (Hard- und Software, Internetanschluss, Rechtssicherheit, Mindestkapital, Handelbarkeit, Shortbarkeit etc. etc.) bedarf. Dann sollte er sich nach einem Broker mit einer vernünftigen Gebührenstruktur umsehen. Im Anschluss geht es um die Ausgestaltung eines stimmigen Regelwerkes, dass einerseits funktioniert, dass weiters auf sein Trading Kapital abgestimmt ist und darüber hinaus vom Trader mit seiner mentalen Konstitution auch bewältigt werden kann.
Thomas Vittners Trading Insider: hier finden Sie den aktuellen Performance Report zum Download: http://www.tradingnetzwerk.de/insider/
Trader-Szene – Das Online-Magazin
www.rumas.de
RuMaS-Redaktion
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Titel: Interview mit LiveTraded, Forex-Trader
Datum: Sonntag, den 6. Januar 2013 - 07:04
Trader ist nicht gleich Trader!
Welche Trading-Art ist am erfolgreichsten und welches Trading passt zu mir?
Die Mehrzahl der Trader haben sich auf eine spezielle Art des Tradings festgelegt. Ist es ist eine Frage der Mentalität, der Kenntnisse oder gibt es andere Gründe für die Auswahl der Trading-Art?
Die RuMaS-Redaktion versucht eine Antwort darauf von professionellen Tradern zu bekommen.
RuMaS-Redaktion
Nennen Sie uns bitte den wesentlichen Grund, warum es gerade diese spezielle Art des Tradings ist, die Sie betreiben.
LiveTraded
Ich betreibe das sogenannte Scalping im Forex. Ich bewege mich also im Minuten Bereich wenn ich ein Trade eröffne und wieder schließe. Angefangen hab ich wie die meisten Beginner als Swing Trader auf Tagesbasis.
Nach anfänglichen Erfolgen wurde ich ungeduldig, ich bin eher ein ungeduldiger Mensch. Ich warte nur ungern auf meine Ergebnisse, sei es positiv oder negativ. Und so wurde auch mein Trading immer schlechter.
Ungeduld und Swing Trading sind eine schlechte Kombination. Im Lauf der Zeit wurde damit meine gehandelten Zeitrahmen immer kürzer, bis ich eines Tages das Scalping entdeckt habe und bin dabei geblieben.
Ich verdanke es also meiner Ungeduld nicht auf einen Gewinn oder Verlust warten zu wollen, das ich so trade wie ich trade.
RuMaS-Redaktion
Spielt die Frage des Startkapitals eine Rolle für das Trading-Gebiet oder hat es etwas mit besonderen Kenntnissen oder mit der Mentalität zu tun?
LiveTraded
Das tolle am Forex Trading ist eigentlich das man keine großen Konten benötigt um anzufangen. Es genügt ein Broker der Mini-Lots anbietet und einen vernünftigen Spread hat.
Anders als bei Aktien gibt es bei den meisten Forex Brokern keine Kommissionen oder Gebühren sondern nur einen kleinen Spread auf den Kurs bei long/short. Somit kann man auch mit weniger als € 2000,- anfangen die ersten Erfahrungen zu sammeln.
Besondere Kenntnisse sind abhängig von der Art des Trading. Beim News Trading sollte man schon eine Ahnung haben was den Markt beeinflussen könnte und vor allem mit welcher Reaktion man rechnen sollte.
Ansonsten reicht technische Analyse, ein bisschen Ahnung von den Market Hours und Basiswissen über die Kursentstehung. Mentalität bildet sich meiner Meinung nach erst beim Trading. Es gibt wenige andere Berufe die einem so den Spiegel vors Gesicht halten. Wer nicht mit sich im Reinen ist oder die Fehler nur bei anderen Sucht, wird keinen Fuß in den Markt bekommen.
RuMaS-Redaktion
Jeder Trader, der sich für eine bestimmte Variante des Trading entschieden hat, wird sagen, dass es für ihn die erfolgreichste Trading-Art ist. Das ist wahrscheinlich bei Ihnen auch so und können Sie unseren Lesern verraten warum, bzw. ob die Trading-Art etwas mit dem Typ des Traders zu tun hat?
LiveTraded
Wie vorhin schon erwähnt, spielt die Persönlichkeit des Trades eine große Rolle. Bei mir war es die Ungeduld die mich zum Scalping gebracht hat. Das beste System oder die beste Strategie gibt es nicht in Bezug auf eine allgemein gültige Aussage. Es gibt aber das beste System abgestimmt auf die jeweilige Trader Persönlichkeit. Dabei fließen Dinge ein wie die Uhrzeit zu der gehandelt wird, das Instrument das eingesetzt wird, die Kontogröße, etc. Erst wenn ich diese vielen variablen berücksichtige, kann ich ein sehr erfolgreiches System kreieren. Wenn ich dieses System jemand anders traden lassen, kann es passieren dass er damit nur Verluste macht, weil es ihm überhaupt nicht liegt.
RuMaS-Redaktion
Was würden Sie einem Trading-Neuling empfehlen, wie er die für ihn beste Trading-Art herausfindet und welchen Rat würden Sie in diesem Zusammenhang geben?
LiveTraded
Als erster Stelle steht die Sammlung von Information. Leider kann man heute innerhalb von Minuten ein Konto bei einem Broker eröffnen und losschießen. Ich würde sagen, ausführlich einlesen in die verschiedenen Spielarten die es gibt und anschließend ein paar Demokonten eröffnen zum Erlernen der Software und um ein Gefühl für den Ablauf und den Markt zu bekommen. So tastet man sich langsam ran um schließlich im Live-Trading herauszufinden was man wirklich machen möchte. Bei mir hat das Jahre gedauert, heißt aber nicht dass es so lange dauern muss. Bei mir war das viel Trial & Error dabei
Schöne Grüße
LiveTraded
http://tradenlernen.blogspot.com
Lesen Sie auch die neue Ausgabe des Online-Magazins “Trader-Szene”.
http://www.rumas.de/finanzen/trader-szene/archiv/ausgabe-12013.html
RuMaS-Redaktion www.rumas.de
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Titel: Private Vermögensverwaltung oder gewerblicher Wertpapierhandel – Interview mit Herrn RA René Schmidt
Datum: Sonntag, den 14. Oktober 2012 - 10:54
RuMaS-Redaktion
Guten Tag Herr Schmidt, die RuMaS-Redaktion freut sich sehr, dass Sie sich für ein Interview zur Verfügung gestellt haben. Wir bitten Sie, sich zunächst den Lesern kurz vorzustellen.
Herr Schmidt
Mein Name ist René Schmidt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und anschließendem Referendariat in Konstanz am Bodensee war ich mehrere Jahre als Rechtsanwalt in einer Konstanzer Anwaltskanzlei tätig. Seit Juli 2010 bin ich als Rechtsanwalt bei der Anwaltskanzlei Küster Klas & Kollegen in Karlsruhe beschäftigt. Bereits während meines Studiums befasste ich mich intensiv mit dem Thema Börse und Trading. Insbesondere die Jahre 1997-2000 am Neuen Markt waren eine spannende Zeit und werden sicherlich auch vielen Ihrer Leser noch gut in Erinnerung sein.
RuMaS-Redaktion
Die Frage der Einstufung durch die Finanzämter, ob ein Trader eine private Vermögensverwaltung betreibt oder einem Gewerbe nachgeht, beschäftigt viele Anleger. Haben Sie oft mit solchen Problemfällen in Ihrer Praxis zu tun?
Herr Schmidt
Die Fragestellung wird zunehmend an uns herangetragen. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das Thema in den letzten Jahren durch den verbesserten Marktzugang und die steigende Anzahl der privaten Trader stetig an Relevanz gewonnen hat. Hinzu kommt, dass die von der Rechtsprechung entwickelten Abgrenzungskriterien zum Teil sehr „schwammig“ sind.
RuMaS-Redaktion
Nehmen wir einmal an, ein Trader war bisher der Meinung eine private Vermögensverwaltung zu betreiben, aber das Finanzamt stuft ihn als Gewerbetreibenden ein. Welche Möglichkeiten gibt es, sich dagegen zur Wehr zu setzen?
Herr Schmidt
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, gegen einen entsprechenden Bescheid des Finanzamtes Einspruch einzulegen. Sofern der Einspruch zurückgewiesen wird, verbleibt die Möglichkeit einer Klage vor dem zuständigen Finanzgericht. Ob ein (gerichtliches) Vorgehen erfolgversprechend ist, muss jedoch im konkreten Einzelfall individuell beurteilt werden. Eine allgemeingültige Aussage kann diesbezüglich nicht getroffen werden. Betroffene Trader sollten daher im Zweifel rechtskundigen Rat einholen.
RuMaS-Redaktion
Welche „Knackpunkte“ gibt es nach Ihrer Meinung und aus Ihrer Erfahrung, die in den meisten Fällen zu einer steuerlichen Einstufung als gewerblicher Wertpapierhandel führen?
Herr Schmidt
Die Rechtsprechung hat in den letzten Jahren zahlreiche Kriterien zur Abgrenzung des gewerblichen Wertpapierhandels von der privaten Vermögensverwaltung entwickelt. Anzeichen für einen gewerblichen Handel sind hiernach z.B. der Umfang der Geschäfte, das Unterhalten eines Büros oder einer Organisation zur Durchführung von Geschäften, das Ausnutzen eines Marktes unter Einsatz beruflicher Erfahrungen, das Anbieten von Wertpapiergeschäften gegenüber einer breiteren Öffentlichkeit und andere für eine private Vermögensverwaltung ungewöhnliche Verhaltensweisen. Dabei ist anhand der vorgenannten Kriterien nicht isoliert auf einzelne Merkmale abzustellen. Entscheidend ist vielmehr das Gesamtbild. In Zweifelsfällen maßgebend für eine gewerbliche Tätigkeit ist, ob die Tätigkeit dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Vermögensverwaltung fremd ist.
Kennzeichnend für eine gewerbliche Wertpapierhandelstätigkeit ist ein Tätigwerden „für andere“, vor allem ein Tätigwerden „für fremde Rechnung“. Umgekehrt deutet ein Tätigwerden ausschließlich für eigene Rechnung darauf hin, dass der Rahmen der privaten Vermögensverwaltung nicht überschritten wird. Soweit Finanzunternehmen für eigene Rechnung tätig werden, zeichnet sich – so die Rechtsprechung – ihre Tätigkeit dadurch aus, dass sie den Handel unmittelbar mit anderen (institutionellen) Marktteilnehmern betreiben, also nicht lediglich über eine Depotbank am Marktgeschehen teilnehmen.
Dagegen ist die Abwicklung der Geschäfte über eine Depotbank kennzeichnend für Transaktionen, die den Rahmen der privaten Vermögensverwaltung nicht überschreiten. Bei der Beurteilung der Frage, ob ein gewerblicher Handel gegeben ist, kann des Weiteren darauf abgestellt werden, ob der Wertpapierhandel die Haupttätigkeit des Händlers darstellt. Privatanleger, die ihre Wertpapiergeschäfte neben einer Hauptbeschäftigung und außerhalb der üblichen Arbeitszeiten ausüben bzw. durch ein Finanzunternehmen ausüben lassen, entsprechen, so die Rechtsprechung, nicht dem Bild eines typischen Finanzunternehmens.
RuMaS-Redaktion
Welche Chancen sehen Sie, dass die Rechtsprechung in Sachen „private Vermögensverwaltung / gewerblicher Wertpapierhandel“ zu einer klaren, einheitlichen Regelung kommt?
Herr Schmidt
Die Chancen hierfür sehe ich als gering an. Die Finanzgerichte und der Bundesfinanzhof haben die oben genannten Kriterien zur Abgrenzung des gewerblichen Wertpapierhandels von der privaten Vermögensverwaltung entwickelt und bestätigen diese in ständiger Rechtsprechung. Dass diese Kriterien zum Teil sehr unbestimmt sind, liegt unter anderem daran, dass die Rechtsprechung darauf angewiesen ist, jeden denkbaren Einzelfall anhand dieser Kriterien zutreffend erfassen zu können. Zudem muss sie sich eine gewisse Flexibilität zur Anpassung an zukünftige Entwicklungen erhalten. Es lässt sich jedoch, so meine ich, eine Tendenz der Rechtsprechung dahingehend erkennen, nur in Ausnahmefällen einen gewerblichen Wertpapierhandel anzunehmen.
RuMaS-Redaktion
Herr Schmidt, vielen Dank für das Interview.
Rechtsanwälte Küster Klas & Kollegen
http://www.kkk-law.de/
RuMaS-Redaktion
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Titel: Interview mit dem Profi-Trader Thomas Vittner
Datum: Sonntag, den 9. September 2012 - 00:18
RuMaS-Redaktion:
Herr Vittner, Sie starten am 01. September mit ihrem Angebot “Trading Insider”. Sehen Sie “Trading Insider” eher als Hilfestellung für erfolglose Trader oder als Schulung für alle am Trading interessierten Menschen?
Thomas Vittner:
Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich angehenden Tradern dabei helfen kann, ihre Performance nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig wollte ich aber keineswegs meine Systeme offen legen und die Entwicklungsarbeit mehrerer Jahre preisgeben. So kam mir die Idee mit dem Trading Insider, der als Unterstützung für Trader zu sehen ist, die viel Zeit in den aktiven Börsenhandel stecken, dabei aber auf keinen grünen Zweig kommen.
RuMaS-Redaktion:
Was sind die Mindestanforderungen, die ein Teilnehmer erfüllen sollte im Hinblick auf die Trading-Kenntnisse und die Trading-Ausrüstung?
Thomas Vittner:
Grundsätzlich braucht man wenige Vorkenntnisse und schon gar keine spezielle Ausrüstung, um den Trading Insider zum eigenen Vorteil zu nutzen. Dieser Dienst ist vielmehr so aufgebaut, dass dem interessierten Trader täglich in der Früh alle Informationen zum aktuellen Handelstag zur Verfügung gestellt werden.
Trotzdem ist es bestimmt nicht verkehrt, wenn der Trader ein gewisses Basiswissen mitbringt. Wenn er versteht, wie ein Trading System arbeitet und das es trotz umfassender Stabilitätstests, die der Trading Insider durchlaufen hat, zu Drawdowns kommen muss. Und in genau so einer Phase ist man dazu angehalten, keine diskretionären Eingriffe vorzunehmen und das System nach Plan weiter zu exekutieren. Dazu braucht es schon eine gewisse Abgebrühtheit, die ein Beginner jedoch ganz bestimmt nicht mitbringt.
RuMaS-Redaktion:
Welches Mindest-Startkapital halten Sie für die Teilnahme für erforderlich und auf welche Mindestteilnahmezeit sollte sich ein Trader einrichten und wie viel Zeit sollte ein Teilnehmer täglich oder wöchentlich für “Trading Insider” aufbringen können?
Thomas Vittner:
Wenn Sie einen Broker wählen, der günstige Gebühren anbietet, können Sie auch mit einem kleinen Trading Konto vom Trading Insider profitieren. Ein Backtest mit einem 10.000er Konto bringt eine annähernd gleich hohe durchschnittliche Jahresperformance bei gleichem Drawdown wie ein 100.000er Konto. Entscheidender als die Kontengröße ist somit die Gebührenstruktur des Brokers.
Der Trading Insider wird aufgrund des kostenlos mitgelieferten Ordertools eine wöchentliche Trading Zeit von in etwa 30 – 45 Minuten beanspruchen. Aber auch ohne Ordertool sollten sich die Aufwände nur im Bereich von einer Stunde bewegen. Es kommt halt darauf an, wie gut der Trader seine Handelsplattform beherrscht und welche Ordertypen von seinem Broker angeboten werden.
Es macht weiters keinen Sinn, eine Mindestteilnahmezeit anzugeben. Wenn ein Trader vom Trading Insider überzeugt ist, müsste er diesen Dienst eigentlich auf Lebenszeit abbonieren. Denn was bringt es, das System einen, drei oder sechs Monate zu handeln? Erfolgreiches Trading ist ein Lebensprojekt, ein Marathon. Viele verwechseln es jedoch mit einem 100 Meter Lauf. Wie an anderer Stelle schon erwähnt: wenn Sie rasch reich werden wollen, ist der Trading Insider ganz bestimmt nicht das richtige für Sie. In diesem Fall empfehle ich den Gang ins Spielcasino.
RuMaS-Redaktion:
Sie beschäftigen sich mit vielen Dingen und sind stark engagiert. Wann bleibt Ihnen die Zeit selbst zu traden und wie haben Sie Ihren Tag organisiert?
Thomas Vittner:
Mein Arbeitstag hat 10 Stunden und mein tägliches Trading nimmt davon 15 Minuten in Anspruch. Nachdem ich zeitig in der Früh aufstehe, ist um spätestens 8 Uhr morgens alles erledigt. Was soll ich also mit den restlichen Stunden unternehmen? Ich schreibe Bücher, kümmere mich um mein trading netzwerk, treffe mich mit Gleichgesinnten, entwickle meine Systeme weiter und genieße das Leben und die viele freie Zeit, die mir bleibt, um meinen Interessen nachzugehen.
RuMaS-Redaktion:
Sie haben die Marke “Trading Netzwerk” als EU Marke eingetragen und damit geschützt. Ist es geplant Ihr Internetangebot auch in Fremdsprachen und damit in anderen Ländern anzubieten?
Thomas Vittner:
Ich bin kein Freund von Business Plänen und lasse die Zukunft gerne auf mich zukommen. Ich kann daher nicht sagen, wie sich das Projekt entwickeln wird. Als ich das trading netzwerk gestartet habe, wurde mir von einigen Seiten zugerufen, dass ich es alleine gegen die Großen in der Branche nicht schaffen würde. Ich ließ mich jedoch nicht beirren und bin meinen Weg gegangen. Weil ich letztlich immer der Überzeugung war, das Qualität sich durchsetzt. Und mit dieser Meinung hatte ich Recht. Heute ist das trading netzwerk DIE unabhängige Wissensplattform im deutschen Sprachraum. Und wir haben noch viel vor. Lassen Sie sich überraschen!
RuMaS-Redaktion:
Herr Vittner, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit Ihrem Projekt “Trading Insider”.
Thomas Vittner:
Danke!
Thomas Vittners Trading Insider: hier finden Sie den aktuellen Performance Report zum Download: http://www.tradingnetzwerk.de/insider/
Lesen Sie auch die neue Ausgabe des Online-Magazins “Trader-Szene”.
http://www.rumas.de/finanzen/trader-szene/archiv/neue-ausgabe.html
RuMaS-Redaktion
http://www.rumas.de/
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Titel: Exklusiv-Interview mit Stefan Hofmann, dem Chefredakteur des Tradingservices STOCKWORLD Trading
Datum: Donnerstag, den 14. April 2011 - 12:51
SWI: Herr Hofmann, Mitte März sind Sie in einer extrem schwierigen Börsenphase mit dem neuen Börsenbrief STOCK-WORLD Trading gestartet. Wie sind Sie durch die volatile Phase gekommen?
Hofmann: Tatsächlich sind wir mit unserer ersten Ausgabe direkt in der Panikphase der Japan-Turbulenzen erschienen. Aber von einem guten Börsenbrief muss man ja auch erwarten können, dass er auch in schwierigen Abschnitten den Überblick behält. Für uns war das quasi gleich die erste Bewährungsprobe.
SWI: Und haben Sie die Prüfung bestanden?
Hofmann: (grinst) Ich denke schon. In dieser Woche konnten wir bei Daimler und Blei bereits erste Long-Gewinne mitnehmen und von den 13 Positionen in der Dispoliste liegen
im Augenblick elf Engagements im Gewinn. Spitzenreiter ist dabei Alcyone Resource. Hier konnten wir in nur vier Wochen eine Performance von 116% erzielen.
SWI: Dann war der Short-Einstieg für Sie im März kein Thema?
Hofmann: Nein, denn dafür waren die Märkte schon zu stark nach unten weggebrochen. Im Trading macht es keinen Sinn den Kursen hinterherzulaufen, vielmehr muss man sich dann
auf die kommenden Chancen konzentrieren. Was in unserem Fall bedeutete, die Gegenreaktion nach oben mitzunehmen.
SWI: Sie haben also die starke Erholung kommen sehen?
Hofmann: Ja und nein. Dass es eine Gegenreaktion geben wird, damit konnte man rechnen. Dass sie dann aber so stark ausfällt hat mich auch überrascht. Im Trading geht es aber auch nicht nur darum eine treffsichere Prognose zu erstellen.
SWI: Sondern …
Hofmann: Lukrative Einstiegslevels zu identifizieren.
SWI: Können Sie da etwas detaillierter werden?
Hofmann: Gerne. Die Reaktion der Märkte im vergangenen Monat war eine unmittelbare Folge der schrecklichen Ereignisse in Japan. Sie hätten also im Februar analysieren können
was sie wollten, so einen Kurssturz hätten Sie niemals prognostiziert.
SWI: Und das bedeutet?
Hofmann: Beim Traden muss man immer zwei Berechnungen durchführen. 1.) Was kann ich gewinnen wenn ich richtig liege und 2.) was verliere ich im schlimmsten aller Fälle.
Dabei muss die Gewinn-Chance immer grö- ßer sein als der mögliche Verlust. Nur so kann man auf Dauer eine positive Performance erzielen.
SWI: Im Augenblick scheinen Sie aber ganz gute Prognosen zu erstellen.
Hofmann: Ja, im Augenblick haben wir wirklich einen Run. Aber der Markt ist auch extrem stark.
SWI: Was trauen Sie dem DAX denn in diesem Jahr noch zu?
Hofmann: Oh, durchaus eine ganze Menge. In der aktuellen Ausgabe von STOCK-WORLD Trading haben wir sogar einen Hot-Zock mit Basis 11.000 auf den DAX eröffnet.
SWI: Hot-Zock? Das hört sich aber nicht nach fundierten Empfehlungen an.
Hofmann: Keine Rendite ohne Risiko. Und in der Rubrik Hot-Zock geht es tatsächlich richtig zur Sache. Einen Stop-Loss sucht man hier vergebens.
SWI: Aber haben Sie nicht gerade erzählt, dass man im Trading immer zwei Richtungen im Auge behalten muss?
Hofmann: In der Tat, aber während bei unseren „normalen“ Trades das Risiko hauptsächlich durch konsequentes Platzieren von Stopkursen begrenzt wird, steuern wir es bei den
Hot-Zocks über das Moneymanagement. Da man an der Börse maximal nur 100% verlieren kann, das Gewinnpotenzial gleichzeitig aber unbegrenzt ist, macht es durchaus Sinn solche spekulativen Trades einzugehen. Man darf dabei nur nie sein gesamtes Kapital auf einmal setzen.
SWI: Ok, dann machen wir jetzt auch einen Hot-Zock. Wo steht der DAX am Ende des Jahres?
Hofmann: Die Märkte werden uns noch überraschen und 7.442 dürften noch nicht das Jahreshoch gewesen sein.
SWI: Herr Hofmann, wir danken für das Gespräch.
Wenn auch Sie den Börsenbrief STOCKWORLD Trading auf Herz und Nieren testen möchten, dann können Sie sich hier für den kostenlosen 30-Tage-Test registrieren.
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Titel: Interview mit STOCK-WORLD Investments
Datum: Sonntag, den 9. Januar 2011 - 08:53
Das Team von STOCK-WORLD Investments zeichnet sich vor allem durch die jahrelange (praktische) Erfahrung an den Börsen und Aktienmärkten aus. Dazu kommt die Beharrlichkeit, die man als Börsenteilnehmer mitbringen muss und der permanente Wille neue Ansätze beim Anlegen aufzunehmen, ggf. auch zu übernehmen und seinen Investment-Stil dementsprechend anzupassen. Was gestern funktioniert hat, muss noch lange nicht die nächsten 10 Jahre Bestand haben und funktionieren. Denn, wie sagte schon Sokrates:
“Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!”
Sebastian Hoffmann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Analyse und Entwicklung von Handelsstrategien und Systemen im End-of-Day- sowie Intraday-Bereich. Dabei entdeckte der leidenschaftliche Trader ziemlich früh, dass sich der vollautomatische Ansatz nur bedingt mit dem realen Marktgeschehen vereinbaren lässt. Deshalb spezialisierte sich der gebürtige Münsteraner in den vergangenen Jahren auf halbautomatische Tradingtechniken. Und das mit Erfolg:
Zwischen 2008 und 2010 war Sebastian Hoffmann bei Europas ältestem Börsenportal für einen der auflagenstärksten Newsletter zum Thema „DAX-Trading“ verantwortlich. Mit Sachkenntnis und Spezialwissen erreichte er dabei in dem dazugehörigen Börsenbrief eine ansehnliche Performance, die er auch im ersten Halbjahr 2010 im Börsenspiel von x-markets unter Beweis stellen konnte. Dort setzte sich der Gewinner Hoffmann mit einer Rendite von 23% erfolgreich gegen zwei namenhafte Konkurrenten aus der Finanzbranche durch.
Als Gründer von Prime Quants Financial Analysis schreibt der Chefredakteur von STOCK-WORLD Investments heute zusammen mit Sebastian Jonkisch für institutionelle Unternehmen aus der Finanzbranche und referiert im Auftrag von namenhaften Banken auf Anlegermessen wie der Invest in Stuttgart.
Sebastian Jonkisch, der Diplom-Volkswirt aus Berlin, ist direkt nach dem Studium in die Welt der Finanzmärkte eingestiegen. Dabei legte er die Schwerpunkte schnell auf Finanzierung, Investition und Ökonometrie. Die Erkenntnis, dass Theorie und Wirklichkeit zuweilen auseinander laufen, war eine der ersten und wichtigsten Erfahrungen.
Nach einem Intermezzo bei einem Finanzportal entschied er sich, eigenverantwortlich als freier Autor zu Themen rund um Kapital und Wirtschaft Stellung zu nehmen.
Dabei beschränkt er sich nicht auf einzelne Märkte, sondern betrachtet den Finanzmarkt im Allgemeinen. Aus dessen Funktionsweisen und Beobachtungen leitet er optimale Handlungsalternativen ab. Darüber hinaus gibt er dem Interessierten mehr als nur eine Meinung. Mit Fachwissen, insbesondere hinsichtlich der Funktionsweisen von Märkten, werden Denkanstöße herausgearbeitet sowie fundierte Entscheidungshilfen und Expertisen gegeben. Bei der Betrachtung der Märkte nutzt er dabei besonders quantitative Methoden der schließenden Statistik. Sebastian Jonkisch veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen zu ausgewählten Themen des Finanzmarktes.
Stock-World Weekly: Herr Jonkisch, Herr Hoffmann, STOCK-WORLD hat in diesem Jahr das Angebot an Finanzinformationen mit dem Börsenbrief STOCK-WORLD Investments ausgebaut und steht dem Leser jetzt auch mit konkreten Empfehlungen zur Seite. Warum muss es noch ein Börsenbrief sein? Gibt es davon nicht schon genügend im World Wide Web?
Sebastian Jonkisch: Da haben Sie tatsächlich Recht, fast jeder kann heute über seinen Online-Broker oder mittels Chartsoftware Börsenanalysen erstellen. Aber sind wir doch mal ehrlich, viel mehr als den Trends zu folgen und was schon gestiegen ist, kann man meistens doch nicht lesen. Was uns fehlt ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Markt.
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Titel: 10 Fragen an Dirk Friczewsky, Tradingstrategien
Datum: Samstag, den 4. Dezember 2010 - 12:08
Dirk Friczewsky ist Chefanalyst vom Devisen-Alarm und Rohstoff-Alarm. Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Zertifikate und weitere Anlageklassen werden einem Marktscreening mittels der Technischen Analyse unterzogen und daraus Trading Strategien entwickelt. Je nach Marktlage sind die Empfehlungen für Daytrading oder für mittel- bis langfristige Investitionen geeignet. Mehr Informationen unter www.devisen-alarm.de und www.rohstoff-alarm.de
Stock-World: Wie sind Sie zur Börse gekommen, und wie lange handeln Sie schon an der Börse?
Eigentlich habe ich mich schon in der Schule für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert. Dadurch bin ich natürlich auch auf das Thema “Börse” gekommen. So richtig ging es dann aber erst 1998 los. Da ging ich sogar noch zur Bank, um Aktien zu kaufen. Mit den Jahren stiegen dann auch die Handelsaktivitäten. Von Aktien und Anleihen kam ich dann zum Rohstoffhandel und letzlich auch zum Devisenhandel.
Stock-World: Welche Art Trader sind Sie?
Kurz und knapp, einfach ein Daytrader, der je nach Marktlage mit den unterschiedlichsten Ansätzen fährt – eben so unterschiedlich, wie der Markt selbst.
Stock-World: Welche Ausrüstung braucht man, um erfolgreich traden zu können?
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