Tagesarchiv für den 19. Februar 2012

Titel: Gast-Kolumne: Warum so viel Börsenliteratur unnütz ist

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:27

von Thomas Vittner

Fachliteratur zur Börsenspekulation gibt es en Masse. Wirklich schlau wird man meist jedoch nicht daraus. Warum ist das so?

Sicher haben sie schon das eine oder andere Börsenbuch gelesen. Doch seien sie ehrlich, konnten sie aus den Inhalten einen Nutzen ziehen? In den meisten Fällen wird die Antwort wohl ein klares >nein< sein. Die meisten Publikationen sind zwar nett zu lesen, der Lernfortschritt daraus ist aber kaum vorhanden. Warum klappt es nicht? Werden Börsenbücher nicht von Fachleuten geschrieben, die wissen müssten, wie der Hase läuft?

Natürlich möchte ich keinem Autor die fachliche Kompetenz absprechen. Das Grundproblem liegt aber darin, dass ein Spekulant nur dann erfolgreich wird, wenn er eine Vorgehensweise praktiziert, die zu ihm passt. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und Neigungen und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Auf diese Individualität nehmen die meisten Autoren jedoch keine Rücksicht und glauben, was sie selbst erfolgreich gemacht hat, muss auch bei allen Anderen funktionieren.

Stellen sie sich zum Beispiel einen ausgesprochenen ungeduldigen Menschen vor, der in einem Fachbuch gelesen hat, der Trendhandel sei eine erfolgsversprechende Methode. In diesem Werk werden dann Phrasen wie >The Trend is your friend< gedroschen, ohne auf die psychologischen Fallen hinter dieser Aussage einzugehen. Der Leser hat das auf den ersten Blick leicht zu verstehende, theoretische Konzept rasch verinnerlicht und stürzt sich nun euphorisch in seine ersten Trades. Leider hat er seine Ungeduld nicht beachtet und die wird ihm die Suppe gehörig versalzen.

Der Trendhandel erfordert enorme mentale Stärke und ausgesprochen hohe Gelassenheit, denn es wird einige Zeit vergehen, bis sich ein solcher Trade entfalten kann. Hat man dazu nicht die Ausdauer, wird man sich mehr schaden als nützen, weil man nicht bereit ist, solange auf das gewünschte Resultat zu warten.

Darüber hinaus muss ein Trend korrigieren, also für einige Zeit gegen die gewünschte Richtung laufen. In dieser Phase begeht man als unerfahrener Tradern gerne Dummheiten. Man sieht seine Papiergewinne dahin schmelzen und stellt die Position aus einer Emotion heraus glatt, weil man vermeintlich retten will, was übrig geblieben ist. Wenig später muss man schmerzvoll mit ansehen, wie der Trade erneut die Primärtrendrichtung aufnimmt und neue Höchstkurse erreicht, ohne noch dabei zu sein.

Andererseits möchten Leute Daytrader werden, die ihre Entscheidungen gerne lange überdenken. Sie wundern sich dann, wenn ihnen im 5 Minuten Chart alles viel zu rasch geht und sie einen Tradingfehler nach dem anderen produzieren.

An den obigen Beispielen sollte veranschaulicht werden, warum sie sich eine individuelle Vorgehensweise auf den Leib schneidern müssen. Dieses Vorhaben kann kein Buchautor für sie erledigen, das müssen sie selbst tun. Hören sie daher auf, in der Fachliteratur nach dem >heiligen Gral< zu suchen. Sie werden >die Methode< oder >das System<, welches sie erfolgreich macht, weder in einem Tradingbuch noch sonst wo finden. Wir Menschen sind zu verschieden, meine Antwort kann nie ihre Antwort sein. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Suche komplett einstellen sollen. Sie müssen nur nach anderen Dingen und vor allem an anderen Orten suchen.

Autor Thomas Vittner www.tradingredaktion.at

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Titel: Trading Tipp Biosante: Tradingchance nach Kurseinbruch

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:24

Biosante Pharmaceuticals, der Pharmazeut und Hersteller kosmetischer Produkte aus den USA konnte bislang von der allgemein positiven Stimmung an den amerikanischen Börsen nicht profitieren.
Ganz im Gegenteil, die Aktie (WKN 905841) hatte zum Ende des vergangenen Jahres einen heftigen Kurseinbruch hinter sich. Von knapp zwei Euro fiel die Aktie in Frankfurt binnen kürzester Zeit auf unter 50 Cent. Seitdem kämpft sich das Papier allerdings wie ein fleißiges Eichhörnchen wieder langsam nach oben. Am 15.2.2012 konnte die Aktie sogar in einem Sprung auf fast einem Euro kommen. Die folgenden Tage waren von einem Rückfall auf aktuell 0,66 Euro geprägt, der jetzt zum quasi antizyklischen Einstieg genutzt werden kann.

Biosante Pharmaceuticals Tageschart


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Kategorie Tradingtipp aktuell | 0 Kommentar »

Titel: Börsenwoche DAX: Der Markt will nach oben

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:20

mein Kollege, Max Fiedler, hatte im Editorial unsere heutige Ausgabe mit einer „kleinen“ Übertreibung begonnen und dem DAX bei diesem Tempo einen Anstieg auf 12.000 Punkte prognostiziert. Das war natürlich nicht wirklich ernst gemeint. Anders sieht es dabei jedoch mit der nächsten wichtigen Runden Marke aus.

Denn sobald der DAX oberhalb von 6.838 Punkten auf neue Jahreshochs ausbricht, gelten neue Kaufsignale, die den Index spielend auf das Niveau von 7.000 Punkten schicken könnten. Übergeordnet wäre sogar ein Anstieg bis 7.150 Punkte möglich, bevor die Luft dann wirklich dünn und eine Korrektur mehr als überfällig werden würde. So sehr der jetzige Anstieg auch mit innerer Stärke überzeugte, so darf er dennoch nicht überbewertet werden. Wie gesagt, die neuen Kaufsignale gelten erst oberhalb von 6.838 Punkten – und auch nur dann.

Korrekturgefahr ist derzeit überschaubar

Solange sich der DAX jetzt oberhalb von 6.650 Punkten halten kann, ist das Rückschlagpotenzial vorerst gebannt. Denn erst ein Schlusskurs unter diesem Niveau würde übergeordneten Abwärtsspielraum bis zum GD200 bei 6.300 Punkten eröffnen.

Dax Tageschart

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Fazit: Der Markt will einfach nach oben

An der Börse geht es nicht darum Recht zu bekommen, sondern schlicht und einfach dabei zu sein. Im Augenblick erleben wir so eine Phase, denn logisch betrachtet muss man zu dem Schluss kommen, dass in unserem gesamten System etwas falsch läuft. Auch die Tatsache, dass Griechenland wohl niemals das geliehene Geld wird begleichen können, dürfte jedem Anleger klar sein.

Nur: Es darf nicht vergessen werden, dass Griechenland nicht zu den wirtschaftlich bedeutenden Ländern zählt. Solange in den anderen Industrienationen der Rubel rollt, die USA weiter mit soliden Arbeitsmarktdaten überzeugen können und die Notenbanken fleißig Anleihen kaufen, wird die liquiditätsgetriebene Rallye übergeordnet weiterlaufen. Da Sicherheit aber auch beim Kapital Vorrang hat, sollten Sie nun die Stop-Kurse der laufenden Engagements anpassen.

Gute Trades wünscht

Ihr Stefan Hofmann

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