Monatsarchiv für Februar 2012

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Titel: Uhren als Kapitalanlage

Datum: Dienstag, den 28. Februar 2012 - 12:14

Michael Brückner

Uhren als Kapitalanlage
Status, Luxus, lukrative Investition

Der Uhrenmarkt verspricht lukrative und sichere Investitionen. Gerade deshalb wählen Anleger aktiv hochwertige Armbanduhren als mittel- bis langfristige Kapitalanlage.

Deren Wert ist nicht zuletzt dank der anhaltend starken Nachfrage aus dem Nahen und Fernen Osten nachhaltig stabil, wenn nicht sogar steigend.

Doch nur etwa zwanzig Prozent der Nobel-Armbanduhren eignen sich als Investitionsobjekt. Wie man schon beim Einkauf Preisnachlässe erzielt, sich gleichzeitig vor Plagiaten schützt und welche Marken das beste Investment bedeuten, zeigt Michael Brückner dem Leser praxisnah auf.

Michael Brückner ist Wirtschaftsjournalist, Autor und ein profunder Kenner der Uhrenszene. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zu Finanz- und Investmentthemen, vor allem im Luxusbereich, zeichnen ihn als Experten für Anlagen im hochpreisigen Segment aus. Er betreibt auch das Online-Journal www.luxus-momente.de.

ISBN 978-3-89879-693-4
304 Seiten

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Titel: Börsenpsychologie – simplified

Datum: Dienstag, den 28. Februar 2012 - 10:06

Kirstein Ulrich, Betz Norbert

Börsenpsychologie – simplified

Der Erfolg an der Börse kommt von ganz allein – wenn man ihn denn in Ruhe ließe. Die Aktienanlage ist ein bedeutender Baustein für die Alterssicherung. Aber Analysen mehrerer tausend Wertpapierdepots von Privatanlegern ergaben, dass die Anleger häufig einfach zu vermeidende Fehler machen. Neben einer zu geringen Diversifikation und einer falschen Branchen- und Länderallokation sind es insbesondere »menschliche Schwächen«, die an der Börse gutes Geld kosten und so manchem Anleger eine schlaflose Nacht einbringen. Hier werden die Hauptfehler schonungslos dargestellt und Auswege aus dem Dilemma aufgezeigt. Fundiert, aber immer leicht verständlich und mit einer Brise Humor versehen.

Kunst und Anlage sowie die “Kunst der Anlage” sind die Steckenpferde von Ulrich Kirstein. Seit dem 1.April 2010 ist der Autor als Pressereferent der Bayerischen Börse tätig. Zudem verfasste er zusammen mit Christine Bortenlänger das Buch “Börse für Dummis”, in dem kompliziertes Börsenwissen auf einfache und verständliche Weise vermittelt wird.

Norbert Betz wurde bereits in jungen Jahren vom Börsenfieber gepackt. Nach beruflichen Stationen im Bankgewerbe und in Unternehmensberatungen wurde er im Dezember 1998 zum Leiter der Handelsüberwachungsstelle an der Börse München bestellt. Dort steht der Anlegerschutz im Mittelpunkt seiner beruflichen Tätigkeit. Zudem hält Nobert Betz zahlreiche Vorträge zu den Themen Börsenpsychologie und Anlegerverhalten.

ISBN 978-3-89879-666-8
192 Seiten

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Titel: Gast-Beitrag: USD/YEN – Schnelle 50% mit Shorts möglich

Datum: Sonntag, den 26. Februar 2012 - 07:30

In den letzten Wochen brachen die Notierungen des Yen gegenüber dem US-Dollar praktisch senkrecht ein. Die ausgeprägte Yen-Schwäche bringt uns nun in eine rein technische Tradingsituation, bei der ein schneller Gewinn auf der kurzen Seite eingefahren werden kann.

Da der US-Dollar gegenüber anderen Währungen, zum Beispiel gegenüber dem Euro, jedoch alles andere als stark ist, sollte ein Engagement Short im USD/YEN frühestens ab Erreichen des nachfolgend genannten Limits eingegangen werden. Es ist ratsam, hierbei nur ein Viertel der üblichen Positionsgröße zu handeln.

US-Dollar / Japanischer Yen (Tageschart)

Konkret: Mit der Preis/Volumen-Analyse und mit der Methode der Range-Projektion kommen wir für USD/YEN auf eine Shortmarke von 81,80. Ausgehend von diesem Niveau sind 150-200 Pips abwärts – sprich ein Ziel von etwa 79,80 bis 80,30 USD/YEN zu erwarten. Für eine temporäre Korrektur ab Erreichen der besagten Kursmarke spricht auch der prozentuale Abstand zum 20-Tage-Durchschnitt, der sich dann auf mehr als 2,7% ausgeweitet hat.
Solche Situationen bringen nicht immer punktgenau eine Umkehr, aber sie leiten im ungünstigsten Fall eine Seitwärtsbewegung ein, bei der man über Wochen hinweg immer wieder mit seinem Trade ins Plus läuft und somit die Chance auf einen profitablen Ausstieg hat. Die langfristige Perspektive für dieses Währungspaar hat keinerlei Relevanz für diesen kurzfristig ausgerichteten, technischen Trade.

Ihr Stephan Feuerstein www.boerse-daily.de

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Titel: Trading Tipp HTC: Die Alternative zu Apple

Datum: Sonntag, den 26. Februar 2012 - 07:27

Das die Aktie von Apple in der Vergangenheit bereits sehr gut gelaufen ist und sich jeder darüber freuen kann, wenn er sie in seinem Portfolio hat, ist unbestritten. Allerdings ist die Aktie von Apple in der Vergangenheit so gut gelaufen, dass man unter Trader schon spöttelnd meint, dass der Kurs bald nach links umknickt. Das ist gleichbedeutend mit der Befürchtung, dass die Aktie eigentlich schon zu gut gelaufen ist.

Da der Smartphonemarkt zwar ein hartumkämpfter aber ebenso lukrativer ist, bietet es sich an einmal bei der Konkurrenz von Apple nachzuschauen. HTC ist der zweite große Spieler am Markt, der zuletzt kräftig verloren hat und jetzt zum Turnaround ansetzt.

HTC Tageschart


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Titel: Börsenwoche DAX: 6750 Punkte stehen im Fokus

Datum: Sonntag, den 26. Februar 2012 - 07:23

den internationalen Aktienmärkten ist in dieser Woche vorerst die Luft ausgegangen. Sowohl die amerikanischen als auch die europäischen Leitindizes bildeten dabei markante Zwischen-Hochs heraus, die nun als Kauftrigger für die Fortsetzung der Rallye-Bewegung zu interpretieren sind. Von einer handfesten Korrektur kann dabei allerdings noch nicht gesprochen werden, denn obwohl das deutsche Leitbarometer im Donnerstagshandel zwischenzeitlich deutlich unter Druck gekommen war, wurde per Tagesschlusskurs das
wichtige charttechnische Schlüsselniveau bei 6.750 Punkten verteidigt.

6.750 Punkte stehen im Fokus

Auf diesem Niveau verläuft im Augenblick die untere Begrenzung des seit Mitte Dezember gültigen Aufwärtstrendkanals, an dem sich die Kurse in den vergangenen Wochen sukzessive nach oben gehangelt haben.

Kommt es auf diesem Level zu einem Trendbruch, wodurch die Notierungen aus dem Trendkanal nach unten herausfallen würden, würden umgehend Korrekturziele im Bereich von 6.568/6.570 Zählern aktiviert werden. Hier bestehen gute Chancen für eine kurzfristige
Stabilisierung und einen erneuten Anstieg in Richtung Jahreshoch, das aktuell bei 6.971 Punkten zu finden ist.

Dax Tageschart

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Die eingeschlagenen Aufwärtstrends sind nach wie vor intakt. Sofern sich der DAX jetzt oberhalb von 6.750 Punkten halten kann, bestehen jederzeit gute Chancen, dass das Leitbarometer einen weiteren Angriff auf das mächtige 7.000er-Bollwerk startet. Fallen die Kurse jedoch in den kommenden Sitzungen unter 6.750 Zähler zurück, dann würden wir 7.000 Zähler wohl erst nach einem Umweg über 6.568 bzw. weiter unten sogar bei 6.300 Punkten zu Gesicht bekommen. In der langfristigen Perspektive wäre der Sprung über 7.000 Zähler dabei als großer Befreiungsschlag zu interpretieren, auch wenn dem DAX – ohne vorherige Korrektur – anschließend vorerst nicht mehr allzu viel Aufwärtspotenzial zur Verfügung steht. Unser Votum lautet daher „weiter aufwärts, aber das Rückschlagpotenzial steigt“.

Gute Trades wünscht

Ihr Stefan Hofmann

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Titel: Gast-Kolumne: Warum so viel Börsenliteratur unnütz ist

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:27

von Thomas Vittner

Fachliteratur zur Börsenspekulation gibt es en Masse. Wirklich schlau wird man meist jedoch nicht daraus. Warum ist das so?

Sicher haben sie schon das eine oder andere Börsenbuch gelesen. Doch seien sie ehrlich, konnten sie aus den Inhalten einen Nutzen ziehen? In den meisten Fällen wird die Antwort wohl ein klares >nein< sein. Die meisten Publikationen sind zwar nett zu lesen, der Lernfortschritt daraus ist aber kaum vorhanden. Warum klappt es nicht? Werden Börsenbücher nicht von Fachleuten geschrieben, die wissen müssten, wie der Hase läuft?

Natürlich möchte ich keinem Autor die fachliche Kompetenz absprechen. Das Grundproblem liegt aber darin, dass ein Spekulant nur dann erfolgreich wird, wenn er eine Vorgehensweise praktiziert, die zu ihm passt. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und Neigungen und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Auf diese Individualität nehmen die meisten Autoren jedoch keine Rücksicht und glauben, was sie selbst erfolgreich gemacht hat, muss auch bei allen Anderen funktionieren.

Stellen sie sich zum Beispiel einen ausgesprochenen ungeduldigen Menschen vor, der in einem Fachbuch gelesen hat, der Trendhandel sei eine erfolgsversprechende Methode. In diesem Werk werden dann Phrasen wie >The Trend is your friend< gedroschen, ohne auf die psychologischen Fallen hinter dieser Aussage einzugehen. Der Leser hat das auf den ersten Blick leicht zu verstehende, theoretische Konzept rasch verinnerlicht und stürzt sich nun euphorisch in seine ersten Trades. Leider hat er seine Ungeduld nicht beachtet und die wird ihm die Suppe gehörig versalzen.

Der Trendhandel erfordert enorme mentale Stärke und ausgesprochen hohe Gelassenheit, denn es wird einige Zeit vergehen, bis sich ein solcher Trade entfalten kann. Hat man dazu nicht die Ausdauer, wird man sich mehr schaden als nützen, weil man nicht bereit ist, solange auf das gewünschte Resultat zu warten.

Darüber hinaus muss ein Trend korrigieren, also für einige Zeit gegen die gewünschte Richtung laufen. In dieser Phase begeht man als unerfahrener Tradern gerne Dummheiten. Man sieht seine Papiergewinne dahin schmelzen und stellt die Position aus einer Emotion heraus glatt, weil man vermeintlich retten will, was übrig geblieben ist. Wenig später muss man schmerzvoll mit ansehen, wie der Trade erneut die Primärtrendrichtung aufnimmt und neue Höchstkurse erreicht, ohne noch dabei zu sein.

Andererseits möchten Leute Daytrader werden, die ihre Entscheidungen gerne lange überdenken. Sie wundern sich dann, wenn ihnen im 5 Minuten Chart alles viel zu rasch geht und sie einen Tradingfehler nach dem anderen produzieren.

An den obigen Beispielen sollte veranschaulicht werden, warum sie sich eine individuelle Vorgehensweise auf den Leib schneidern müssen. Dieses Vorhaben kann kein Buchautor für sie erledigen, das müssen sie selbst tun. Hören sie daher auf, in der Fachliteratur nach dem >heiligen Gral< zu suchen. Sie werden >die Methode< oder >das System<, welches sie erfolgreich macht, weder in einem Tradingbuch noch sonst wo finden. Wir Menschen sind zu verschieden, meine Antwort kann nie ihre Antwort sein. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Suche komplett einstellen sollen. Sie müssen nur nach anderen Dingen und vor allem an anderen Orten suchen.

Autor Thomas Vittner www.tradingredaktion.at

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Titel: Trading Tipp Biosante: Tradingchance nach Kurseinbruch

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:24

Biosante Pharmaceuticals, der Pharmazeut und Hersteller kosmetischer Produkte aus den USA konnte bislang von der allgemein positiven Stimmung an den amerikanischen Börsen nicht profitieren.
Ganz im Gegenteil, die Aktie (WKN 905841) hatte zum Ende des vergangenen Jahres einen heftigen Kurseinbruch hinter sich. Von knapp zwei Euro fiel die Aktie in Frankfurt binnen kürzester Zeit auf unter 50 Cent. Seitdem kämpft sich das Papier allerdings wie ein fleißiges Eichhörnchen wieder langsam nach oben. Am 15.2.2012 konnte die Aktie sogar in einem Sprung auf fast einem Euro kommen. Die folgenden Tage waren von einem Rückfall auf aktuell 0,66 Euro geprägt, der jetzt zum quasi antizyklischen Einstieg genutzt werden kann.

Biosante Pharmaceuticals Tageschart


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Titel: Börsenwoche DAX: Der Markt will nach oben

Datum: Sonntag, den 19. Februar 2012 - 00:20

mein Kollege, Max Fiedler, hatte im Editorial unsere heutige Ausgabe mit einer „kleinen“ Übertreibung begonnen und dem DAX bei diesem Tempo einen Anstieg auf 12.000 Punkte prognostiziert. Das war natürlich nicht wirklich ernst gemeint. Anders sieht es dabei jedoch mit der nächsten wichtigen Runden Marke aus.

Denn sobald der DAX oberhalb von 6.838 Punkten auf neue Jahreshochs ausbricht, gelten neue Kaufsignale, die den Index spielend auf das Niveau von 7.000 Punkten schicken könnten. Übergeordnet wäre sogar ein Anstieg bis 7.150 Punkte möglich, bevor die Luft dann wirklich dünn und eine Korrektur mehr als überfällig werden würde. So sehr der jetzige Anstieg auch mit innerer Stärke überzeugte, so darf er dennoch nicht überbewertet werden. Wie gesagt, die neuen Kaufsignale gelten erst oberhalb von 6.838 Punkten – und auch nur dann.

Korrekturgefahr ist derzeit überschaubar

Solange sich der DAX jetzt oberhalb von 6.650 Punkten halten kann, ist das Rückschlagpotenzial vorerst gebannt. Denn erst ein Schlusskurs unter diesem Niveau würde übergeordneten Abwärtsspielraum bis zum GD200 bei 6.300 Punkten eröffnen.

Dax Tageschart

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Fazit: Der Markt will einfach nach oben

An der Börse geht es nicht darum Recht zu bekommen, sondern schlicht und einfach dabei zu sein. Im Augenblick erleben wir so eine Phase, denn logisch betrachtet muss man zu dem Schluss kommen, dass in unserem gesamten System etwas falsch läuft. Auch die Tatsache, dass Griechenland wohl niemals das geliehene Geld wird begleichen können, dürfte jedem Anleger klar sein.

Nur: Es darf nicht vergessen werden, dass Griechenland nicht zu den wirtschaftlich bedeutenden Ländern zählt. Solange in den anderen Industrienationen der Rubel rollt, die USA weiter mit soliden Arbeitsmarktdaten überzeugen können und die Notenbanken fleißig Anleihen kaufen, wird die liquiditätsgetriebene Rallye übergeordnet weiterlaufen. Da Sicherheit aber auch beim Kapital Vorrang hat, sollten Sie nun die Stop-Kurse der laufenden Engagements anpassen.

Gute Trades wünscht

Ihr Stefan Hofmann

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Titel: So schaffen Sie Vermögen

Datum: Freitag, den 17. Februar 2012 - 07:35

Stubenrauch Werner

So schaffen Sie Vermögen

Zeit ist Geld – dieses Buch erklärt, wie sich mit genug Zeit auch bei kleinem Einkommen ein Vermögen aufbauen lässt. Der Autor weist dafür auf eine seit sechs Jahrzehnten zuverlässig funktionierende Anlageform hin, deren Gewinne Privatanleger erstaunen, die aber in Deutschland wenig genutzt wird.
Dabei zeigt der vereidigte Buchprüfer, Steuer­berater und Diplom-Finanzwirt (FH) Werner Stubenrauch leicht verständliche Wege auf, wie das ohne wesentliche Steuerbelastung machbar ist. Er gibt seine über 46-jährige Berufserfahrung weiter, damit die Leser selbst mithilfe von Zinseszins ein Maximum aus ihrem Geld machen – ohne unnötige Risiken. Nach der Lektüre ist klar, was beim eigenen Vermögensaufbau hilft und was nicht.
Mangelhafte Beratung ist Stubenrauch ein Dorn im Auge, davon gibt es genug in Deutschland. Die Ursachen erläutert der Autor ebenfalls. Dieses Verständnis hilft, gute Angebote von schlechten zu unterscheiden. Denn sein Motto lautet: „Sparen Sie sich nicht arm, werden Sie vermögend.“

Umfassende Einführung ins Thema Geldanlage durch einen renommierten Finanzfachmann
Keine Spekulation, keine überhöhten Risiken – sondern der konsequente und bewährte Weg zum Wohlstand

ISBN: 9783864700040
Seiten: 512
Erscheinungsdatum: 08.02.2012
Art: gebunden/Schutzumschlag
Preis: 29,90 €

Verlag: BÖRSENBUCHVERLAG

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Titel: Gast-Kolumne: Mentale Gelassenheit beim Traden

Datum: Sonntag, den 12. Februar 2012 - 00:37

ich glaube, das Thema Griechenland können wir heute, ohne dass es irgendjemand wirklich vermissen wird, außen vor lassen. Irgendwann in den kommenden Tagen sollen Entscheidungen fallen – es ist mittlerweile sogar müßig über das „Wann“ zu spekulieren. Zudem werden keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht und an der Chartfront tut sich wenig – somit können wir uns mit dem Thema: „Mentale Stärke beim Traden“ beschäftigen.

Die Selbstkritik

Es ist doch seltsam: Egal was ein Trader macht, nur selten ist er zufrieden mit seinen Trades. Mal wurde der Stopp ausgelöst und der Markt drehte daraufhin, mal stieg er zu spät ein oder zu früh aus, etc. Eigentlich logisch, denn die perfekten Trades sind einfach selten. Ist die Börse also ein Tummelfeld für Masochisten?

Mentales Coaching

Wenn ich, was leider aus Zeitmangel sehr selten vorkommt, neue Trader coache, benenne ich bereits am Anfang zwei wichtige Punkte.

1. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du einen Gewinn realisierst, sofern du dich an deinen Tradingplan gehalten hast. Es ist dabei egal, was die Aktie anschließend macht.

2. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du auf dem vorher definierten Niveau mit einem Minus ausgestoppt wurdest oder dort im Minus verkauft hast – egal, was die Aktie anschließend macht.

Ja klar, werden sich einige denken, das ist doch nur logisch. Aber schauen Sie sich Ihren Trading-Alltag an. Wie oft fluchen Sie, wenn sich eine verkaufte Aktie doch stark weiter entwickelt, oder eine Aktie, nachdem Sie ausgestoppt wurde, wieder ansteigt. Überprüfen Sie einmal, wie oft Sie sich insgesamt über da aufregen, was vor, während oder nach Ihren Trades geschieht.

Normale Emotionalität

Sicherlich, man könnte meinen, Traden wäre etwas Sachliches, es ginge hier um kalte Analysen von Märkten und Begebenheiten. Doch das ist weit von der Realität entfernt. Wenn Sie sich die Trader und Spekulanten anschauen, werden Sie erstaunt über die hohe Emotionalität sein, die sich dort selbst bei gestandenen Männern und Frauen zeigt. Da werden auch schon mal abends offiziell nie geweinte Tränen vergossen. Und ich will nicht wissen, wie viel Alkohol schon über den Schmerz von schlechten Trades hinweggeholfen hat. Am deutlichsten ist es, wenn Sie Partner von Tradern befragen. Diese können meistens ein Lied davon singen, wie stark die Stimmungen der Trader von den Ereignissen an den Börsen beeinflusst sind.

Das wirklich Verrückte daran ist, dass es eben genau diese emotionalen Hochs und Tiefs sind, was für viele den eigentlichen Spaß beim Traden ausmacht. Und keine Frage: je tiefer die Tiefs, desto höher die Hochs. Aber genau dieses emotionale Hin und Her ist einer der Faktoren, der aus Börse Sucht machen kann – eine Sucht, die oft in den finanziellen Ruin führt.

Beim Traden geht es nicht um den Spaß, jedenfalls dann nicht, wenn schlussendlich auch Existenzen verspielt werden. Interessanterweise werden Menschen, die dem emotionalen Hin und Her verfallen sind, niemals auf Dauer eine akzeptable Performance erzielen. Und doch werden die meisten sich nicht von dieser Emotionalität befreien wollen oder können – aber das ist ein anderes Thema…

Hochleistungssport und Traden

Traden ist vergleichbar mit Sport. Sicherlich ist es lustig, sich am Samstag Nachmittag auf dem Bolzplatz ein paar Stunden auszutoben – aber damit verdient man kein Geld. Wenn Sie in die Bundesliga kommen wollen, dann ist der Bolz-Spaß vorbei. Dann hilft nur hartes Training unter Verzicht auf Freizeit und Spaß. Ich glaube, die wenigsten machen sich bewusst, wie hart das Training im Hochleistungssport ist.

Und auch bei der mentalen Stärke ist es beim Traden wie beim Hochleistungssport gleich: Irgendwann entscheidet die mentale Stärke über Erfolg und Misserfolg!

Starken Einfluss auf die Performance

Ich habe es bei mir selbst gesehen und auch schon bei einigen anderen Tradern live miterleben dürfen, wie sehr die mentale Einstellung Einfluss auf die Performance hat. Offensichtlich führt eine positive, sachliche Grundeinstellung und der Verzicht auf dieses oben beschriebene emotionale Hin und Her dazu, dass man die besseren Trades eingeht. (Obwohl die wirklichen Gründe dafür noch nicht ganz erschlossen sind, gibt es mittlerweile unzählige Studien, die das auch in anderen Bereichen belegen.)
Nur wie?

Doch wie soll man in mentaler Ruhe bleiben, wenn ein Stopp ausgelöst wird und der Markt direkt anschließend wieder dramatisch steigt, oder wenn man ausgestiegen ist und die Aktie frecherweise immer weiter läuft, oder wenn man einsteigt und die Aktie direkt danach massiv einbricht.

Hier gibt es eine kleine Krücke, die ein erster Schritt ist, diese Dinge gelassener zu sehen.
50 % aller Transaktion geschehen zum falschen Zeitpunkt

Als erstes müssen Sie sich einmal darüber bewusst werden, dass an den Börsen im Prinzip immer 50 % aller getätigten Transaktionen im Bereich Aktien zum falschen Zeitpunkt geschehen. Wie Sie wissen, ist jeder Kauf an den Börsen auch ein Verkauf. Immer wenn Sie eine Aktie kaufen, gibt es jemanden, der Ihnen diese verkauft hat. Und bei diesem Geschäft gibt es sozusagen immer einen, der richtig gelegen, und immer einen, der falsch gelegen hat – sei es, dass er zu früh verkauft hat oder aber zu früh eingestiegen ist (wir lassen bei dieser Betrachtung die verschiedenen Anlagehorizonte einmal außen vor, um es nicht unnötig kompliziert zu machen).

Machen Sie sich bewusst: Mindestens 50 % aller Transaktionen an den Börsen sind ganz einfach als Fehler zu interpretieren, so dass man sich ärgern kann. Aber es kommt noch schlimmer, denn natürlich kann es auch vorkommen, dass beide nach der Transaktion schlechte Laune haben. Der Verkäufer ärgert sich, weil die Aktie noch weiter steigt und er zu früh ausgestiegen ist. Anschließend ärgert sich der Käufer, weil die Aktie wieder etwas später komplett in sich zusammenbricht. Es ist die Betrachtung nach dem Trade, die aus diesen 50 % einen deutlich höheren Wert macht und deswegen sollten Sie auch nie darauf achten, was geschieht, nachdem Sie ausgestiegen sind.

Viel Platz, um sich zu ärgern

Daraus lässt sich schließen, dass dieses Spiel an den Börsen ein sehr gutes Umfeld für schlechte Emotionen ist. Somit hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder dieses Spiel zu lassen, denn wer möchte schon ständig schlechte Laune haben, oder aber mit der schlechten Laune aufzuhören.
Hinzu kommt, dass dieses viele Ärgern dazu führt, dass Ihr mentales Grundgerüst angeknackst wird, und dann wird Traden tatsächlich immer schwieriger, mühsamer und zäher. Viele negativ interpretierte Erlebnisse führen zu falschem Verhalten.

Niemals auf den einzelnen Trade achten

Aber es gibt noch einen zweiten Punkt, der hilft, mit dem Ärgern aufzuhören. Tatsächlich geht es nämlich beim Traden überhaupt nicht um den einzelnen Trade, sondern lediglich darum, was Sie am Ende des Monats verdient haben. Und dann ist die Zeit für gute oder schlechte Laune.

Das Ziel

Um wirklich langfristig erfolgreich zu sein, müssen Sie sich vor einem Trade bewusst machen, wo das Kursziel liegt und wann Sie aussteigen, wenn es nicht gut läuft. Und dann sollten Sie noch den Tradeverlauf beobachten, um in bestimmten Situationen einzugreifen, wenn sich der Trade nicht wie erwartet entwickelt.

So lange Sie sich an diesen Tradingplan halten, haben Sie, egal was auch währenddessen oder danach passiert, niemals und unter keinen Umständen bei diesem einen Trade einen Fehler gemacht. Und das ist das einzige, worauf ein Trader achten sollte. Hat er nach Plan gehandelt, war es immer ein guter Trade, selbst wenn er im Minus ausgestoppt wurde.

Das ist die Sichtweise, beziehungsweise das grundlegende Verhaltensmuster, welches auf Dauer zu einer mentalen Gelassenheit den einzelnen Trades gegenüber führt. Der einzelne Trade und das, was anschließend passiert, ist und bleibt vollkommen unbedeutend – wichtig ist, was zum Schluss auf dem Konto steht. Und wenn das nicht stimmt, müssen Sie ihre gesamte Tradingstrategie, nie jedoch den einzelnen Trader überdenken. Warum sollte man also einem einzigen Trade so viel Aufmerksamkeit schenken, dass man sich über diesen ärgert? Er ist es nicht wert….

Viele gelassene Grüße

Ihr
Jochen Steffens (www.stockstreet.de)

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