Trading Blog DAX

Veröffentlicht: 22.01.2012 - 00:03

Börsenwoche DAX: Korrektur wird immer wahrscheinlicher

Liebe Leser,

Vorsicht, gerade in der zweiten Januar-Hälfte ist nun das Rückschlagpotenzial im Dax als besonders hoch einzustufen, zumal die Kurse im Augenblick mit einem atemberaubenden Tempo nach oben ziehen. Im DAX kam es dabei zu gleich drei Trendbeschleunigungen,
woraus sich nun drei Aufwärtstrendgeraden – wobei eine steiler als die andere verläuft – bei 6.222, 6.137 und 5.990 Punkten ableiten lassen. Das Leitbarometer kämpft derzeit mit dem GD200 auf dem Niveau von 6.380/6.400 Punkten. Die 200-Tage-Linie stellte in der Vergangenheit immer ein beliebtes Kursziel für umfangreiche Erholungsphasen dar. Zwar könnte sich die Kaufdynamik nun noch in einem finalen Schlussakkord entladen, jedoch dürfte spätestens bei 6.570/6.590 Zählern aus charttechnischer Sicht das Ende der Fahnenstange erreicht werden. Eventuell wurde auch schon am Donnerstag das Top knapp oberhalb von 6.400 Punkten gefunden.

Dax Tageschart

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Übergeordnet dürfte in den kommenden Wochen daher zumindest mit einer Pullback-Bewegung bis auf das Niveau von 6.300 Punkten gerechnet werden. Dort wird sich dann zeigen, wie stabil die jüngsten Aufwärtstendenzen tatsächlich sind. Fallen die Kurse dort nach unten durch, wird eine Korrektur bis 6.222 Zähler sehr wahrscheinlich. Das passt genau
ins charttechnische Bild, zumal unmittelbar darüber zwischen 6.232 und 6.270 Punkten noch eine 38 Punkte große Kurslücke klafft.

Auf gute Trades

Ihr Stefan Hofmann


Trader Kolumne

Veröffentlicht: 22.01.2012 - 00:08

Gast-Kolumne: Disziplin und Selbstbeherrschung Teil 2

Trading-Artikel von Joe Ross

Manche Trader sind sehr diszipliniert und haben viel Selbstbeherrschung. Sie halten sich gewissenhaft an Regeln und kontrollieren ihre Impulse sorgfältig, sobald sie in einem Trade sind. Sie begleichen ihre Rechnungen jeden Monat, sind immer pünktlich bei einem Termin, und planen jedes Detail ihres Lebens sorgfältig. Auch wenn diese Eigenschaften ideal für das Trading wirken, bergen sie auch Nachteile. Übermäßig disziplinierte Menschen haben oft Probleme, Risiken einzugehen.

Übermäßig disziplinierte Menschen brechen oft ein, sobald sie in einem Trade sind, sobald ihr Trade ausgeführt wurde. Wenn nicht alles genau nach den minutiös geplanten Details ihres Tradingplans läuft, geraten Sie in Panik und fangen an Fehler zu machen. Ihre Disziplin fällt zusammen, und sie verlieren die Selbstkontrolle, wenn nur etwas schief läuft mit ihrem sorgfältig geplanten Trade.

Sie bevorzugen Sicherheit und suchen nach Konsistenz und Gewissheit. Aber die Ergebnisse beim Trading sind selten sichere Sachen. Oft ist es nötig, ein Wagnis einzugehen. Der kluge Trader sucht nicht unbedingt das Risiko, aber er kann damit umgehen. Im Endeffekt hat jeder Trader mit der Disziplin zu kämpfen, sei es, dass er zuviel davon hat oder zuwenig. In gewisser Weise müssen Sie immer an Ihrer Disziplin arbeiten, ungeachtet dessen, ob Disziplin für Sie eine Selbstverständlichkeit ist, oder ob Sie ein Mensch ohne Disziplin sind. Disziplin und Selbstbeherrschung sind unverzichtbar zum erfolgreichen Trading.

Ich kenne einen Trader, der sehr wenig Disziplin hat. Sein Tradingplan ist eher eine Faustregel. Ja, dieser Trader ist ein erfolgreicher Trader. Er zeichnet sich aus durch Selbstbeherrschung. Auch wenn seine Tradingpläne oberflächlich und fahrig sind, sobald der Trade eröffnet ist, ist er vollständig Herr über seine Handlungen. Obwohl man zu diszipliniert sein kann, scheint es unwahrscheinlich, dass man zuviel Selbstbeherrschung beim Trading haben kann.

Wie schätzen Sie Ihre Disziplin und Selbstbeherrschung ein? Haben Sie Probleme, sich an Ihren Tradingplan zu halten? Sehnen Sie sich nach mehr Disziplin und Selbstbeherrschung, wenn es um Ihr Trading geht? Wie sieht es mit Ihrer Disziplin im täglichen Leben aus? Wie oft sind Sie zu spät bei Terminen? Geben Sie jeden Monat mehr Geld aus als Sie sich leisten können? Ertappen Sie sich häufig dabei, Versprechen nicht zu halten? Es ist nicht zwangsläufig der Fall, dass ein disziplinierter Trader in allen Bereichen seines Lebens ebenfalls diszipliniert ist. Die Lebensstrategien, die wir im täglichen Leben verwenden, färben auf unser Leben als Trader ab. Wenn Sie sich häufig verausgaben, überessen, oder zügelloses Verlangen nach Vergnügen haben, dürfte es Ihnen schwer fallen, Selbstbeherrschung und Disziplin während des Tradings beizubehalten. Aber, verzweifeln Sie nicht. Auch der disziplinloseste Mensch kann lernen, mit Disziplin zu traden. Dazu bedarf es lediglich Zeit und Übung.

Fortsetzung folgt…..

Ihr Joe Ross


Trade der Woche

Veröffentlicht: 22.01.2012 - 00:05

Trading Tipp Deutsche Bank: Shortgelegenheit!

Seit dem Septembertief bei 20,78 Euro bewegt sich die Aktie der Deutschen Bank (WKN 514000) in einem aufsteigenden Keil nach oben. Die 34 Euro-Zone bildet hierbei die obere Begrenzungsmarke, welche bereits Ende Oktober angelaufen wurde. Nun nähert sich der Kurs erneut dieser signifikanten Linie. Zusätzlich wirkt die 200-Tage Linie bremsend (s. blaue Linie) und sollte einen sofortigen Anstieg über diese und über das Oktober-Hoch (rote Gerade) verhindern.

Deutsche Bank Tageschart


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Das Chartbild bewegt sich aktuell spitz zu. Ein Rückfall an die markante Aufwärtstrendlinie, welches ein Abwärtspotenzial von rund 20 Prozent im Basiswert verspricht, muss nun einkalkuliert werden. Unter Chance/Risiko Gesichtspunkten bietet sich deshalb jetzt ein Einstieg auf der Short-Seite an. Stop-Loss zur Verlustbegrenzung kann knapp über das letzte Hoch bei 34 Euro gesetzt werden. Ein erstes Kursziel für einen Pullback sehen wir bei 30 Euro, darunter dann bei 27,50 / 28 Euro (Trendlinienbegrenzung).


Falls Sie informiert werden möchten, wenn wir auch bei anderen Trading-Chancen zum Einstieg blasen, dann testen Sie hier doch den Börsenbrief Aktien-Trader.net einfach mal aus.


Tradeübersicht

Veröffentlicht: 11.12.2010 - 11:01

Tradeübersicht 2010

Hier finden Sie unsere aktuelle Tradeübersicht. Die Tradeübersicht soll Ihnen helfen, unser Vorgehen im Markt noch besser zu verfolgen. Derzeit haben wir bei unseren beendeten Trades eine Performance von + 184,4 % zu verzeichnen. Klicken Sie auf die Überschrift und Sie kommen direkt zu unserer Tradeübersicht.

Unsere offenen Trades sowie die aktuellen Trading-Tipps finden Sie in unserem kostenlosen Trading Weekly Newsletter, den Sie HIER abonnieren können
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Trade Strategien

Veröffentlicht: 20.10.2010 - 12:50

Traden Sie , was Sie sehen, nicht was Ihnen jemand weismachen möchte

In einem der letzten Artikel habe ich Ihnen gezeigt, wie Ihr Trading einfacher werden kann, wenn Sie lernen, mit einem einfachen Stabchart umzugehen. Sie können meine Art zu traden auch “natürliches Trading” nennen. Damit ist gemeint, dass man nichts Unnatürliches braucht, um als Trader erfolgreich zu sein.

Manche von Ihnen fragten, ob ich auch eine andere Analyse durchführen würde, als die, die ich im Chartscan 20 gemacht habe. Tatsächlich hat mir jemand eine Analyse eines Charts geschickt, welcher die “Bump and Run Reversal” Formation zeigt, und hat mich gefragt, was ich mit diesem Chart anfangen würde. Der Chart zeigt die Kurse von Level Three Communications am 5. Juni 2000. Unten sehen Sie den Chart und die komplizierte Analyse. Daran anschließend können Sie sehen, was man auf einem einfachen, “natürlichen” Standard-Stabchart sehen kann.


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Trade Know-How

Veröffentlicht: 20.11.2011 - 08:02

Gast-Kolumne: Spekulieren Sie (sinnvoll) auf Kredit!

Immer mehr setzen sich so genannte Margin Konten durch. Arbeitet man mit so einem Konto, bedeutet das im Prinzip nichts anderes, als auf Kredit zu spekulieren. Vorsicht ist also geboten, doch kann man mit geschickter Vorgehensweise diese Konten ideal nutzen.

Sie kennen doch den Ratschlag, nur mit Geld zu spekulieren, das Sie erstens zur Verfügung haben und zweitens, dessen Verlust sie sich auch leisten können (selbst wenn es weh tut). Beide Aussagen sind korrekt und ein Spekulant, der das Familiensilber verscherbelt um seiner Leidenschaft – dem Börsenhandel -nachzugehen, agiert äußerst leichtsinnig und verantwortungslos.

Die in letzter Zeit auch für den Privatanlegern immer öfters zugänglichen Margin Konten, gehen auf den ersten Blick in die gleiche Richtung. Man spekuliert mit Geld, dass man nicht hat und zahlt stattdessen an den Broker Zinsen. Viele angehenden Trader werden deshalb von diesem Instrument abgeschreckt, weil sie gelernt haben, nur mit eigenem Kapital zu spekulieren. Diese Sorge ist jedoch bei einer bedachten Vorgehensweise unbegründet. Im Gegenteil, Margin Konten bieten, wenn sie vernünftig eingesetzt werden, unwiderlegbare Vorteile für einen Trader. Diese Aussage wollen wir nun anhand eines Beispiels untermauern.

Stellen sie sich vor, sie haben 10.000 Euro zur Verfügung. Sie riskieren, wie Sie gelernt haben, je Trade nur einen kleinen Teil Ihres Gesamtkapitals. Für dieses Beispiel nehmen wir wieder 1%, was einem Betrag von 100 Euro entspricht. Sie sehen nun eine Aktie in der sie long gehen wollen. Ihr Einstieg liegt bei 34,25 und der Stopp sitzt bei 33,78. Aufgrund des Regelwerks dürfen Sie nun 213 Aktien kaufen. Wenn Sie diesen Rechenschritt nicht nachvollziehen können, ersuche ich Sie später, hier Grundlagenwissen zum Thema Moneymanagement nachzulesen.

Sie kaufen also 213 Stück und ihre Positionsgröße beträgt somit 7.287 Euro (213 Stück x Kurswert 34,25 = 7.287,-). Am gleichen Handelstag sehen sie nun eine zweite Chance, einen weiteren Trade zu platzieren.

Diesmal ist es ein short Trade und der Einstieg erfolgt bei 18,12 und der Stopp sitzt bei 18,40. Hier dürfen sie nun 357 Aktien kaufen und ihre Positionsgröße beträgt somit 6.471 Euro. So weit so gut – doch woher nehmen sie das Geld für Position 2? Ihre Kontogröße beträgt 10.000 Euro und in Trade 1 wurden schon 7.287 davon gebunden. Trade 2 geht sich daher gar nicht mehr aus! Obwohl Sie konservativ spekulieren und in jedem Trade nur ein Risiko von 1% eingehen, reicht Ihr Kapital nicht dafür aus, zwei Positionen gleichzeitig laufen zu haben. Was also tun?

Der erste Gedanke lautet: mehr Geld auf das Konto einzahlen. OK – aber woher nehmen? Die andere Möglichkeit heißt: mit einem Margin Konto arbeiten. Um diesen Gedanken zu vertiefen sehen wir uns nun wieder Trade 1 an. Die Positionsgröße beträgt 7.287 Euro. Müssen Sie das ganze Geld dafür einsetzen, bleibt für eine zweite Position kein Kapital mehr über. Verwenden Sie ein Margin Konto, müssen Sie nur einen Teil des Geldes tatsächlich besitzen und der Rest wird vom Broker ausgelegt.

Aufgrund einer Margin von zum Beispiel 5% müssen Sie nur diesen kleinen Teil der gesamten Positionsgröße von ihrem Gesamtkapital einsetzen. Um diesen Einsatz zu bestimmen, rechnet man die 7.287 Euro x 5% = 324 Euro. Der Rest wird (gegen geringe Gebühr) vom Broker finanziert. Wenn sie nur 324 Euro binden, 10.000 Euro hingegen zur Verfügung haben, können Sie ohne Probleme einen zweiten oder sogar dritten und noch mehr Trades parallel laufen haben. Sie spekulieren zwar auf Kredit, begrenzen Ihr Risiko aber diszipliniert, und so wird Ihnen der Handel mit einem Margin Konto nicht schaden – vorausgesetzt – Sie setzen diese Möglichkeit richtig ein.

Resümee

Natürlich ist es bei einem Margin Konto besonders wichtig, striktes Moneymanagement zu betreiben. Diese Art der Spekulation sollte den Leuten vorbehalten sein, die ganz genau wissen, was sie tun. Ein angehender Autofahrer sollte sich auch nicht gleich in einen Ferrari setzen und beim Trading müssen sie ebenso mit Bedacht und Vorsicht beginnen. Im Endeffekt bedeutet Margin Trading Spekulation auf Kredit. Trotzdem – richtig eingesetzt kann es Ihre Performance dementsprechend hebeln. Aber Achtung – dieser Hebel wirkt in beide Richtungen. Wenn Sie gut sind, können Sie ihr Konto schell nach oben pushen. Sind Sie weniger gut, geht es rasch nach unten. Erhöhte Vorsicht ist also auf jeden Fall geboten.

Autor Thomas Vittner www.tradingredaktion.at