Trading Blog DAX
Börsenwoche DAX: Jetzt oder nie
Liebe Leser,
die Schuldenkrise ist zurück und hält die Märkte in Atem! Nach den nicht überraschenden Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland sind die Diskussionen über einen Austritt der Griechen aus der EU wieder voll im Gange. Die politischen Unsicherheiten gingen und gehen auch am deutschen Leitindex nicht spurlos vorüber.
Charttechnisch betrachtet haben wir jetzt einen markanten Punkt innerhalb der mehrwöchigen Konsolidierungsphase erreicht (grüner Abwärtstrendkanal). Wie bereits in unseren letzten Ausgaben analysiert, zogen wir einen Rücksetzer bis zur unteren Begrenzung des längerfristigen Aufwärtstrendkanals mehrfach in Betracht. Dieser Punkt wurde nun in der vergangenen Handelswoche erreicht:
Dax Tageschart

Verteidigen die Bullen ihre letzte Bastion?
Im Tageschart ist der Kreuzwiderstand (grün/rote Überschneidung) sehr deutlich erkennbar.
Dieser muß nun unbedingt gehalten werden, denn darunter drohen sofort weitere Abgaben bis zur Abwärtstrendkanalbegrenzung (grün) bei 6300 und darunter zur 200-Tagelinie bei 6200 Zählern. Gelingt den Dax nun eine Erholungsbewegung so ist diese vorläufig gedeckelt bei der 6700er Marke.
Einen guten Start in die neue Handelswoche wünscht
Ihr Stefan Hofmann
Trader Kolumne
Gast-Kolumne: Trading kann langweilig sein
Trading-Artikel von Joe Ross
Viele Leute haben mich sagen gehört, dass Trading langweilig sein kann. Sie sagen mir, dass sie sich wünschen, auch so gelangweilt sein zu können wie ich.
Interessanterweise sind in diesen Tagen wenige Trader in der Lage, noch profitabel zu scalpen oder intraday zu handeln. Zunehmend scheinen die Trader es vorzuziehen, Swingtrades zu machen, aber Swingtrades können manchmal auch langweilig sein. In Abhängigkeit von Ihrem gesamten Kapital ist es schwer, viele Swingtrades zu machen und auch das Risiko zu begrenzen. Sie können nur ein paar Trades machen, und dann müssen Sie in der Regel ein paar Tage warten, bevor Sie wieder in Aktion treten können. Wenn wir annehmen, dass Ihr Trade-Setup nicht vollkommen falsch ist, dann wird es ein bisschen dauern, bis Sie herausfinden, was passiert. Alles was Sie machen können, ist einen Trade auszuführen oder ein paar Swingtrades, und dann müssen Sie warten (Nebenbei gesagt, man nannte das Swingtrading “Positonstrading”. Ich dachte,vielleicht wollten Sie das wissen.)
Man muss eine bestimmte Art von Trader sein, um Swingtrades zu machen – ein geduldiger Trader. Ein Scalper zum Beispiel möchte ein und aussteigen. Geduldig zu warten fällt ihm schwer. Geduldig zu warten ist schwer. Es ist ein unbehagliches Gefühl. Trotzdem gibt es geduldige Scalper und es gibt ungeduldige Swing Trader. Am Ende müssen Sie sicherlich jeder selbst rausfinden, was Ihnen am besten passt.
Es ist unmöglich, die Trader in kleine Fächer zu legen und sie geduldig oder ungeduldig zu nennen. Wenn ich Daytrading mache, bin ich fast immer ein Scalper, aber bis ich den Trade sehe, bei dem ich mich sicher fühle, werde ich eine Menge Trades vorüber gehen lassen. Ich habe darüber in meinem Buch Futures-Trading geschrieben. Ich habe den Vergleich mit einem Surfer gebracht, der auf eine Welle wartet, die genau zu ihm passt. Wenn ich den Trade sehe, den ich haben möchte, dann werde ich sehr unruhig. Wenn ich jedoch Optionen handel, dann bin ich ein Bild der Gelassenheit. Ich kann für Tage warten, um all die Beine eines dreiteiligen Optionstrade zusammen zu bringen.
Einigen Tradern könnte es gefallen, Trades nur für die Aufregung einzugehen, und sie können es einfach nicht erwarten, zu sehen, was passiert. In der Zwischenzeit ist das Warten eine Qual. Es kann ermüdend sein, auf das Ergebnis zu warten.
Wie können Sie die Langeweile bekämpfen? In Abhängigkeit von Ihrer Persönlichkeit ist es schlau, einen Plan zu haben, um die Langeweile zu bekämpfen; ansonsten könnten Sie versuchen, nach Aufregung zu suchen. Für einige Trader könnte das bedeuten, dass sie impulsive Entscheidungen treffen anstatt ihren Tradingplan umzusetzen.
Einige Leute sind natürliche Risikonehmer und sind schnell gelangweilt. Sie könnten Schwierigkeiten damit haben, Swing Trades zu machen, weil es da nicht genug Spannung oder Action gibt. Wenn Sie in diese Kategorie fallen, dann würden Sie wahrscheinlich einen Trade zu früh schließen, weil Sie das Ergebnis nicht abwarten können. Wenn das der Fall ist, dann möchten Sie vielleicht an dem Problem arbeiten. Sofern Sie nicht ein großes Konto haben, in dem Sie viele Trades halten und trotzdem Risiko managen können (indem Sie z.B. bei jedem einzelnen Trade nur einen relativ kleinen Betrag Ihres Kapitals riskieren), haben Sie nicht die Möglichkeit, viele Swing Trades zu machen. In diesem Fall könnte es klug sein, eine Stoploss Order im Markt zu platzieren und sich selbst zu verpflichten, ein paar Tage zu warten, bevor man irgendeine Aktion unternimmt. Nachdem das Stoploss platziert ist, könnten Sie einfach für eine Weile weggehen. Wenn Sie weiterhin auf den Bildschirm schauen, dann wird das so ähnlich sein, als würden Sie auf einen Geldspielautomaten starren und versuchen zu vermeiden, den Hebel zu ziehen.
Es wäre so ähnlich, als würde man eine Süßigkeit vor den Augen eines Kindes baumeln lassen. Es ist schwer, der Versuchung zu wiederstehen. Sie müssen für eine Weile weggehen und etwas anderes zu tun finden. Dies könnte eine gute Zeit sein, um andere Möglichkeiten des Geldverdienens zu verfolgen, oder Sie möchten neue Tradingstrategien entwickeln oder Tradingbücher lesen. Für einige Leute könnte sogar dieser indirekte Weg des Tradings eine Versuchung darstellen. Es könnte für sie notwendig sein, den Tradingbereich vollständig zu verlassen und sich mit anderen Aktivitäten zu beschäftigen.
Nehmen Sie die Langeweile nicht auf die leichte Schulter. Wir sind gelangweilt, wenn wir merken, dass die Aufgabe, die wir machen, nicht interessant ist. Unser Verstand verlangt Stimulation, und wenn wir nicht ausreichend stimuliert werden, dann suchen wir nach Stimulation.
Wenn Sie sich gelangweilt fühlen, aber trotzdem weiter traden, dann werden Sie natürlich etwas Stimulierendes finden wollen. Das kann Sie dazu zwingen, Übertrading zu machen, nur um etwas Action zu haben. Wenn Sie Trades nur aus Spaß eingehen, haben Sie das Problem, dass Sie wahrscheinlich auf längere Sicht gesehen Geld verlieren werden. Sie werden Setups mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit handeln, nur weil Sie einen Trade eingehen möchten. Es mag schwer sein, die Versuchung zu bekämpfen, aber es macht keinen Sinn, Trades einzugehen, die wahrscheinlich keinen Gewinn einbringen werden. Wenn Ihr Kapital in ein paar wichtigen Swing Trades gebunden ist, dann ist es schlau, es dort zu lassen und nicht weiteres Geld zu riskieren. Finden Sie etwas anderes, was Sie in der Zeit machen könnten, während Sie warten. Verbringen Sie Zeit mit Ihrer Familie. Nehmen Sie einen Nebenjob an. Machen Sie Besorgungen. Erledigen Sie Arbeiten rund um Ihr Haus.
Denken Sie daran, dass das Gute am Trading die Möglichkeit ist, dass Sie ein paar Swing Trades eingehen und den Rest Ihrer Zeit damit verbringen, etwas anderes zu tun, während Sie warten. Das ist der Grund, warum viele Leute sich vom Trading angezogen fühlen. Wenn Sie es erst einmal gemeistert haben, müssen Sie nicht mehr ausschließlich als ein Trader arbeiten. Sie können andere Dinge machen, während Sie auf das Ergebnis warten. Also lassen Sie nicht zu, dass Sie von der Langeweile kontrolliert werden. Wenn Sie sich langweilen, während Sie warten, um zu sehen, was mit einem Swing Trade oder längerfristigen Trade passiert, gehen Sie für eine Weile weg (aber vergessen Sie nicht, die automatischen Einstellungen Ihrer Tradingplattform zu nutzen). Machen Sie eine Pause und entspannen Sie sich. Lassen Sie nicht zu, dass die Langeweile Sie dazu bringt, impulsive und aus dem Moment entstandene Trades zu machen. Bleiben Sie bei Ihren Swing Trades, die Sie gut geplant haben. Sie werden langfristig gesehen profitabler sein.
Autor Joe Ross
Trade der Woche
Trading Tipp EUR/CHF: Risikoloser Trade möglich?
Was wäre, wenn man Ihnen eine Garantie gäbe, dass ein bestimmter Markt nicht fallen kann? Super, oder? Etwas in der Art findet seit einiger Zeit im Schweizer Franken statt. Die massive Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro führte dazu, dass die Zentralbank einen Kurs von 1,20 als “Grenze” festlegte, über die sie den Franken nicht aufwerten lassen will.
Dort sollen also entsprechend stark Franken verkauft werden, um den Wechselkurs stabil zu halten. Und in der Tat: Bislang wird das Versprechen gehalten. Der Euro wertete zwischenzeitlich ausgehend von diesem “Sicherheitslevel” um einige Cent auf, ist nun aber wieder an die 1,20er-Marke zurückgefallen.
Euro/Schweizer Franken (Tageschart)
Wie der Chart zeigt, ist der Kurs hier zuletzt wie festgenagelt. Und das ist der Haken bei einer vermeintlich risikolosen Wette: Das Potenzial ist phasenweise auch sehr begrenzt. Man muss sich darauf einstellen, dass der Wechselkurs auf diesem Niveau wochenlang, möglicherweise gar monatelang verharrt. Dennoch: Mit einem Bruchteil des zur Verfügung stehenden Kapitals ist eine solche Spekulation durchaus attraktiv, zumal nach unten eine Quasi-Sicherung eingebaut ist. Ich warne aber eindringlich davor, unverhältnismäßig viel einzusetzen.
Absichtserklärungen von Notenbanken können sich auch schnell in Schall und Rauch auflösen. Realistisch ist hier im Falle eines neuerlichen Euro-Aufschwungs die Region um 1,22 das Ziel.
Stefan Feuerstein www.boerse-daily.de
Tradeübersicht
Hier finden Sie unsere aktuelle Tradeübersicht. Die Tradeübersicht soll Ihnen helfen, unser Vorgehen im Markt noch besser zu verfolgen. Derzeit haben wir bei unseren beendeten Trades eine Performance von + 184,4 % zu verzeichnen. Klicken Sie auf die Überschrift und Sie kommen direkt zu unserer Tradeübersicht.
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Trade Strategien
Traden Sie , was Sie sehen, nicht was Ihnen jemand weismachen möchte
In einem der letzten Artikel habe ich Ihnen gezeigt, wie Ihr Trading einfacher werden kann, wenn Sie lernen, mit einem einfachen Stabchart umzugehen. Sie können meine Art zu traden auch “natürliches Trading” nennen. Damit ist gemeint, dass man nichts Unnatürliches braucht, um als Trader erfolgreich zu sein.
Manche von Ihnen fragten, ob ich auch eine andere Analyse durchführen würde, als die, die ich im Chartscan 20 gemacht habe. Tatsächlich hat mir jemand eine Analyse eines Charts geschickt, welcher die “Bump and Run Reversal” Formation zeigt, und hat mich gefragt, was ich mit diesem Chart anfangen würde. Der Chart zeigt die Kurse von Level Three Communications am 5. Juni 2000. Unten sehen Sie den Chart und die komplizierte Analyse. Daran anschließend können Sie sehen, was man auf einem einfachen, “natürlichen” Standard-Stabchart sehen kann.
Trade Know-How
Trading-PCs – was gibt es zu beachten?
Um immer am Puls der Finanzzentren dieser Welt zu sein, braucht es für die Trader heutzutage einen schnellen Internetzugang sowie einen leistungsfähigen PC. Standardmodelle vom Discounter können die wachsenden Ansprüche der Trader zumeist nicht befriedigen. Deshalb könnte ein individuell abgestimmter Trading-PC eine gute Investition darstellen.
Was muss ein Trading-PC können?
Ein Trading-PC sollte im Idealfall individuell auf die Kombination von Tradingsoftware, Orderplattform und die Anzahl der angeschlossenen Monitore abgestimmt sein. Der PC muss schnell und vor allem zuverlässig sein, denn Ausfälle können hier teuer werden.
Mit einer Standard Hard- und Software ist es durchaus möglich, ernsthaftes Trading zu betreiben, solange die Anzahl der Bildschirme nicht über zwei Stück hinausgeht. Bei drei oder mehreren Bildschirmen und eventuell mehreren parallel laufenden Trading-Applikationen, kommen Standardmodelle mit ihren Grafikkarten und Prozessoren schnell an ihre Grenzen.
Zusätzlich zur Hardware macht es Sinn, eine Notstromversorgung, bzw. einen Strompuffer zwischen der primären Stromversorgung und dem PC einzurichten. So können Stromausfälle, Spannungsspitzen und Schwankungen keinen Einfluss auf eventuell offene Positionen im Markt nehmen.
Welche Firmen bieten Trading-PCs an?
Die Firma „Trading-PC“ bietet Komplettlösungen für Workstations an. Dabei reicht das Angebot von Monitorhalterungen über den Komplett-Trading-PC zu ganzen Händlertischen, wo PC, Tisch und Monitore ein integriertes System bilden.
Bis auf die Händlertische verfügt die Firma Daytrading-PC über ein ähnliches Angebot wie „Trading-PC“. Komplettsysteme mit PC und Monitore kommen hier schon einmal über die 4000 Euro Grenze.
Wie viele Monitore sind sinnvoll?
Bei der Anzahl der Monitore kommt es auf die Trading-Gewohnheiten des Händlers selbst an. Je mehr Anwendungen gleichzeitig laufen und je mehr Informationen auf einen Blick verfügbar sein sollen, desto mehr Bildschirme werden benötigt. Auf dem Markt werden Systeme mit bis zu zehn Monitoren angeboten.
Wie groß soll der Monitor sein?
Die Größe des Monitors hängt von der gewünschten Anwendung als auch vom Platzangebot und der Halterung ab. Zudem setzt meist auch der Preis eine Obergrenze bei der Bildschirmgröße. Grundsätzlich rangiert die Auswahl vom 15″ TFT Monitor bis hin zum 50″ Plasmabildschirm. Das beste Preis-Leistungsverhältnis ist derzeit wohl bei 17″ Monitoren zu finden. Es geht darum einen guten Kompromiss zwischen Platzbedarf, Übersicht, Stromverbrauch und Preis-Leistung zu finden.
Gibt es eine kostengünstigere Alternative?
Eigens konfigurierte Trading-PCs können je nach Ausstattung durchaus stolze Preise aufweisen. Wenn bereits ein moderner PC vorhanden ist, besteht die Möglichkeit diesen aufzurüsten. Hierzu können im RuMaS Trader-Shop Grafikkarten, Notstromversorgungen, Prozessoren, Monitore und Halterungen erworben werden.
Dadurch lassen sich aus Standard-PCs echte Trading-PCs machen, die den erhöhten Herausforderungen an Prozessor und Grafikkarte gewachsen sind.
RuMaS-Redaktion
www.rumas.de





